Definition
Kryptokokkose
Die Kryptokokkose ist eine vor allem durch Cryptococcus neoformans hervorgerufene Infektion, welche besonders bei immunsupprimierten Patienten auftritt. Dabei steht der Befall von Lunge und ZNS im Vordergrund.
Epidemiologie
Cryptococcus kommt weltweit auf mit Vogelmist kontaminierten Böden vor. Der wichtigste Risikofaktor für eine Infektion ist die zelluläre Abwehrschwäche (v.a. HIV, Z.n. Organtransplantation, maligne Tumoren). Die extrapulmonale Kryptokokkose (z.B. die Kryptokokkus-Meningitis) gehört zu den AIDS-definierenden Erkrankungen.
Etwa 80% aller Patienten mit Kryptokokkose sind HIV-positiv.
Weltweit kommt es ca. zu und mehr als 600 000 Todesfällen pro Jahr.
Die Toxoplasmose ist eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii, die bei Erwachsenen meist inapparent oder milde verläuft, bei Immunschwäche und transplazentarer Infektion von Ungeborenen jedoch zu schweren Erkrankungen v.a. von ZNS und Retina führen kann.