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Infos zum Medizinstudium

Warum Medizin studieren? 10 Gründe dafür und dagegen

Annika Simon

Nach dem Abitur stellt die Wahl eines Studienfaches die entscheidenden Weichen für die Zukunft. Was spricht für und was gegen den Beginn eines Medizinstudiums und den Arztberuf?

Medizinstudentin mit Laptop
© LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com - Stock photo. Posed by a model.

10 mal Pro: So schön ist das Studentenleben!

1.Studieren bedeutet Freiheit: Während andere pünktlich bei der Arbeit oder am Ausbildungsplatz sein müssen, können sich Student*innen nochmal umdrehen. Schließlich kann man die verpasste Vorlesung später online einfach nachlesen.


2. Der menschliche Körper ist ein Mysterium: Medizin ist eines der spannendsten Fächer überhaupt. Es gibt noch viele ungelöste Rätsel und interessante Zusammenhänge, die regelmäßige Aha-Effekte garantieren.


3. Viel Theorie, aber auch immer mehr Praxis: Das Medizinstudium orientiert sich immer stärker an der späteren Berufspraxis. Bedside-Teaching und Fall-basierte Kurse sorgen für einen abwechslungsreichen Stundenplan. Da können Jurastudierende nur neidisch werden!


4. Man lernt, sich selbst und der Familie bei kleinen „Wehwehchen“ zu helfen: Mutter hat einen Harnwegsinfekt und ist sich nicht mehr sicher, wie lange sie das vom Hausarzt verschriebene Antibiotikum einnehmen soll? Kein Problem für dich als Medizinstudent*in. Du kannst ihr weiterhelfen!


5. Famulatur und Lerngruppen sorgen für viele Sozialkontakte: Bei jedem neuen Praktikum und bei jedem neuen Kurs lernst du neue Leute kennen. Ob Krankenpfleger*in, Assistenzärzt*innen, Professor*innen oder neue Kommiliton*innen. So kannst du für später nützliche Netzwerke aufbauen und hast trotz vieler Testate noch ein gewisses Sozialleben. Wie? Das ist dir zu wenig? Dann frag mal Studierende der Informatik!


6. Die einzelnen Themen sorgen für Abwechslung: Ob Innere Medizin oder Ethik – bei dieser Themenvielfalt ist wirklich für jedes Interessengebiet etwas dabei.


7. Ein Abschluss, so viele Möglichkeiten: Wer heute seine Approbation erlangt, muss nicht automatisch für immer in der Klinik bleiben. Als Facharzt/Fachärztin kann man sich niederlassen, arbeitet beratend für Versicherungen oder geht in die Grundlagenforschung. Welcher Abschluss bietet schon so viele Möglichkeiten?!


8. Kohle: Die Karriereleiter für Ärzt*innen ist steil. Je höher man klettert, desto schneller füllt sich der Geldbeutel. Geld ist natürlich nicht alles, aber wer würde da schon Nein sagen?


9. Blick hinter die Kulissen: Medizinstudierende haben manchmal viel mehr Einblicke als normale Bürger*innen. So können wir zum Beispiel im Fach Rechtsmedizin schon mal etwas über aktuelle Ermittlungen rund um einen Leichenfund erfahren. Da können Tatort Fans nur neidisch werden.

10. Helfersyndom ausleben: Du lernst im Medizinstudium Menschenleben zu retten. Wenn das kein Argument ist?!

Erfolgreich Medizin studieren!
Mit via medici.

© Jacob Lund/stock.adobe.com - Stock photo. Posed by models

Egal ob Human- oder Zahnmedizin, Modell- oder Regelstudiengang – via medici ist dein perfekter Lernpartner im Studium.

Es erwarten dich:

  • Volle Prüfungssicherheit
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10 mal Contra: Lehrjahre sind keine Herrenjahre

1. Es ist ziemlich teuer: Neben den Semestergebühren treiben steigende Mieten und Grundbedürfnisse nach Nahrung und Studentenleben die Kosten in die Höhe.


2. Harter Weg zum Studienplatz: Die Plätze sind rar, die NC-Hürden hoch, die Wartezeiten lang. Ist dein Abi gut genug? Hast du Sitzfleisch?


3. Der strenge Geruch im Präparierkurs: Es beißt schon kräftig in der Nase. Und das regelmäßig ein halbes Jahr lang. Willst du dir das wirklich antun?


4. Konkurrenzgehabe, Hauen und Stechen: Medizinstudierende können auch fies sein. Sie schnappen dir die letzte Kopie des/der Dozent*in vor der Nase weg oder reichen interne Informationen über hilfreiche Altklausuren nicht an dich weiter. Jeder ist sich selbst der nächste!


5. Viele Pflichttermine, wenig Flexibilität: Nach den ersten Einführungswochen kommst du dir wieder vor wie in der Schule. Anwesenheitspflicht und Hausaufgaben. Wolltest du das nicht endlich hinter dir lassen?


6. Nebenjob kaum machbar: Eigentlich wolltest du in dem netten Café nebenan jobben und dir etwas dazu verdienen. Bei deinem verschulten Stundenplan kaum möglich!


7. Es dauert ziemlich lange: 12 Semester Minimum – wenn alles gut läuft. Das sind immerhin 6 Jahre, in denen du ständig auf dein Geld achten musst, während sich ehemalige Mitschüler*innen schon ein fettes Auto kaufen.


8. Nach dem letzten Examen fängt man quasi von vorne an: Direkt nach der letzten Prüfung füllst du dich zwar kurz wie der/die König/in der Welt, musst dann aber als Assistenzarzt/Assistenzärztin dem/der Chef/in die Kompressen reichen und im OP wieder Haken halten. Du fängst wieder von vorne an!


9. Das Anfangsgehalt ist gar nicht so hoch wie erwartet: Nur soviel: Bei Volkswagen am Band verdient man etwa genauso viel wie ein/e Assistent*in im ersten Jahr. Der Unterschied: bei VW gibt es Pausen und pünktlich Feierabend.


10. Nach dem Studium warten endlose Dienste und zahlreiche Überstunden. Ohne ein Dankeschön!: Während andere schon die Füße hochlegen, musst du arbeiten. Weihnachten, Sylvester und viele Nächte. Das bleibt kaum Luft für ein Privatleben.

Fazit: Nicht nur eine Kopfentscheidung

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Wie du siehst gibt es sowohl viele plausible Gründe für als auch gegen den Beginn eines Medizinstudiums. Ich habe mich derzeit dafür entschieden und es bis heute nicht bereut. Dafür brauchte ich noch nicht mal eine Liste. Es war vielmehr eine Herzensentscheidung. Ich wollte einfach nur Ärztin werden. Wenn ich manchmal in Praxisphasen beobachte, wie es schwerkranken Menschen durch die Mühen und Ideen der Ärzte wieder besser geht, weiß ich auch, warum. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl!

Häufige Fragen und Antworten

Ein Medizinstudium bietet viele Vorteile: Es ist abwechslungsreich und praxisnah, denn neben theoretischem Wissen werden zunehmend praktische Lehrformate wie Bedside-Teaching eingesetzt. Nach dem Studium eröffnen sich vielfältige Karrierewege – ob in der Klinik, Forschung oder Beratung. Zudem erfüllt die Arbeit als Ärztin oder Arzt oft den Wunsch, einen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und Menschen aktiv zu helfen.

Das Medizinstudium ist anspruchsvoll und verlangt viel Durchhaltevermögen. Die Zulassung ist schwierig, und das Studium selbst dauert mindestens sechs Jahre. Hinzu kommen hohe Lebenshaltungskosten und wenig Zeit für Nebenjobs. Auch nach dem Studium ist der Berufsalltag oft von langen Arbeitszeiten und hoher Belastung geprägt – nicht selten ohne angemessene Anerkennung.

Die Entscheidung für ein Medizinstudium sollte gut überlegt sein. Neben rationalen Überlegungen spielt die persönliche Motivation eine große Rolle. Praktische Erfahrungen, etwa durch Famulaturen oder Pflegepraktika, helfen dabei, den Berufsalltag kennenzulernen. Wer sich für Naturwissenschaften interessiert und Freude am Umgang mit Menschen hat, bringt gute Voraussetzungen mit.

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