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Infos zum Medizinstudium

Modellstudiengänge und Reformstudiengänge für Medizin

Redaktion via medici

In Deutschland gibt es zahlreiche Modell- und Reformstudiengänge Medizin. Hier ein Überblick, welche Unis diese Studiengänge anbieten und die wichtigsten Infos dazu.

Studierende
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Charité Berlin – Modellstudiengang Humanmedizin

Seit dem Wintersemester 2010/2011 gibt es an der Charité den Modellstudiengang Humanmedizin.

Der Modellstudiengang steht für die Verknüpfung von theoretischen und klinischen Inhalten vom ersten Semester bis zum Praktischen Jahr (PJ). Das Curriculum ist kompetenzorientiert und legt Schwerpunkte auf drei Bereiche:

  • Wissenschaftliches Arbeiten (z. B. Module M7, M23, M37)
  • Krankheitsmodelle und klinisches Denken
  • Praktische ärztliche Fertigkeiten in Untersuchung und Gesprächsführung

Zusätzlich gibt es Wahlpflichtmodule (z. B. M24, M28, M32) zur individuellen Schwerpunktsetzung.

Das Studium ist modular aufgebaut und umfasst zehn integrierte Semester vor dem PJ. Es gibt keine klassische Trennung von Vorklinik und Klinik. Alle Module enthalten Pflicht- und Wahlpflichtanteile.

Gelernt wird mit modernen Methoden wie E-Learning, Problemorientiertem Lernen (POL), Skills-Trainings, Simulationen und Untersuchungskursen.

Hinweis: Aufgrund des spezifischen Curriculums ist ein Studienortwechsel während des Modellstudiengangs in der Regel schwierig.

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Egal ob Human- oder Zahnmedizin, Modell- oder Regelstudiengang – via medici ist dein perfekter Lernpartner im Studium.

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Medizinische Hochschule Brandenburg - Modellstudiengang

Die Medizinische Hochschule Brandenburg setzt auf Klasse statt Masse: kleine Gruppen, individuelle Betreuung und praxisnahe Ausbildung. Das Studium ist interdisziplinär und nutzt moderne multimediale Lernkonzepte. Der Brandenburgische Modellstudiengang Medizin (BMM) basiert unter anderem auf den Erfahrungen mit dem Reformstudiengang der Charité Berlin. Die Inhalte folgen dem Prinzip der Lernspirale und kehren in verschiedenen Semestern vertieft wieder. Anthropologische und ethische Fragestellungen sind durchgängig integriert. Gelehrt wird am Campus Neuruppin, am Campus Brandenburg an der Havel sowie an dezentralen Lehrkrankenhäusern und Praxen. Das Studium umfasst zwölf Semester und ist in drei Abschnitte gegliedert. Nach jedem Semester erfolgt eine Prüfung, im fünften Semester eine physikumsäquivalente Prüfung und im sechsten Semester ein Wissenschaftspraktikum. Nach dem zwölften Semester folgt die Ärztliche Prüfung. Besonderheiten sind der frühe Patient*innenkontakt, das TRIK-Kompetenzcurriculum (Teamarbeit, Reflexion, Interaktion, Kommunikation) sowie ein integriertes Forschungsprojekt. Die Zulassung erfolgt NC-frei über ein mehrstufiges Auswahlverfahren.

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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Integrierter Modellstudiengang Medizin (iMED)

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Das zentrale Leitprinzip des iMED ist die wissenschaftliche Orientierung. Studierende sollen eine fragende, kritische Haltung gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickeln, verbunden mit Problem- und Methodenbewusstsein, Strukturierungsfähigkeit, Selbstständigkeit und einer klaren Ausrichtung an evidenzbasierter Medizin.

Neben der wissenschaftlichen Kompetenz legt der Studiengang großen Wert auf die Vermittlung praktischer ärztlicher Fertigkeiten sowie psycho-sozialer Kompetenzen, die für den Arztberuf essenziell sind. Theoretische und klinisch-praktische Inhalte sind während des gesamten Studiums eng miteinander vernetzt.

Das Curriculum besteht aus verpflichtenden Kernmodulen und einem forschungsnahen Wahlbereich, der den Studierenden ermöglicht, sich für eine spätere Tätigkeit in klinischer oder theoretischer Forschung zu qualifizieren.

Ein besonderes Element ist die Koordinationsplattform KUMplusKOM, die die Module begleitet. Hier werden ärztliche Fertigkeiten in den Bereichen Klinische Untersuchungsmethoden (KUM) und ärztliche Kommunikation (KOM) systematisch trainiert.

Die Lernumgebung ist hochmodern und umfasst E-Learning-Angebote, den Einsatz von Simulationspatient*innen, Mentoringprogramme und weitere innovative Lehrmethoden.

Jedes Modul schließt mit einer Modulabschlussprüfung ab, die nach einem Punktesystem bewertet wird. Nach sechs Jahren Studium folgt die Ärztliche Prüfung (Staatsexamen).

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Universität Oldenburg - Modellstudiengang

Das Besondere an der Universität Oldenburg ist die enge Kooperation mit der European Medical School (EMS) in Groningen, Niederlande. Studierende können entweder eine Medizinerausbildung mit deutschem Staatsexamen in Oldenburg absolvieren oder einen Bachelor- und Masterabschluss in Groningen erwerben.

Alle Studierenden verbringen mindestens ein Jahr ihres Studiums an der Universität Groningen. Zur Vorbereitung bietet die Universität Oldenburg Sprachkurse an.

Auch in Oldenburg werden klinische Inhalte vom ersten Semester an integriert. Besonderer Wert wird auf die Ausbildung in Forschung und Kommunikation gelegt. Zusätzlich sollen die Studierenden Veranstaltungen aus anderen Fachbereichen wie Geistes-, Sprach- oder Kulturwissenschaften besuchen, um ein breites Kompetenzprofil zu entwickeln.

Das Studium ist in zwei Abschnitte gegliedert:

  • Erste drei Jahre: integrierte Vermittlung von grundlagenwissenschaftlichen und klinischen Inhalten, ergänzt durch ein einwöchiges Praktikum pro Semester in einer Allgemeinarztpraxis.
  • Ab dem vierten Jahr: Zunehmende Praxisanteile und längere Klinikaufenthalte. Vor Studienabschluss wird eine 20-wöchige Forschungsarbeit absolviert.

Hinweis: Das Studium in Oldenburg ist etwas länger als üblich, da es 40 Wochen pro Jahr umfasst.

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Universität Heidelberg - Reformstudiengang

Die Universität Heidelberg hat zwei Fakultäten, d. h. zwei unterschiedliche Studienstandorte mit unterschiedlichen Lehrkonzepten

1. Heidelberger Curriculum Medicinale HeiCuMed

2. Mannheimer Reform Curriculum Medizin MaReCuM

Heidelberger Curriculum Medicinale HeiCuMed

Der Reformstudiengang der Universität Heidelberg heißt HeiCuMed (Heidelberger Curriculum Medicinale) und ist an das Curriculum der Harvard Medical School angelehnt. Anders als bei Modellstudiengängen bleiben die Staatsexamensprüfungen erhalten: Sowohl das Physikum als auch das Zweite Staatsexamen (Hammerexamen) werden wie an anderen medizinischen Fakultäten abgelegt.

Die Vorklinik wird durch ein Hospitationsprogramm ergänzt, das den Studierenden bereits früh Patient*innenkontakt ermöglicht. Medizinische Grundlagen werden fächerübergreifend und themenbezogen vermittelt, unterstützt durch innovative Lern- und Prüfungsformen.

Die klinischen Fächer sind in interdisziplinären Modulen organisiert, die praxisnah gestaltet sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen. Diese werden unter anderem in Skills-Labs mit Schauspielpatient*innen trainiert. Zusätzlich sind interaktive Lernprogramme und E-Learning-Angebote fest in das Curriculum integriert.

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Mannheimer Reform Curriculum Medizin MaReCuM

Das Medizinstudium in Mannheim dauert wie üblich 6 Jahre und 3 Monate und schließt mit dem Staatsexamen ab. Sowohl das Physikum als auch das Hammerexamen werden wie an anderen medizinischen Fakultäten abgelegt.

Der Unterricht ist in integrierten Modulen organisiert, die vorklinische und klinische Inhalte miteinander verbinden. Eine Besonderheit ist das Centrum für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim (CBTM), an dem klinische Forschung, Grundlagenforschung und Lehre eng verzahnt sind. Studierende werden durch ein Mentorenprogramm begleitet und erhalten regelmäßiges Leistungsfeedback.

Nach dem Staatsexamen können sich die Studierenden für einen von drei Qualifizierungswegen entscheiden:

  • Klinische Praxis: Vertiefende Module in Diagnostik und Therapie, Kommunikationstraining, praktische Fähigkeiten sowie Kenntnisse zur Struktur des Gesundheitswesens.
  • Medizin plus Master: Parallel zum Medizinstudium kann ein Masterstudium in einem medizinnahen Fach begonnen werden, z. B. Medical Physics oder Health Economics.
  • Medizinische Forschung: Teilnahme an der Junior Scientific Masterclass ab dem 3. Studienjahr und später ein Masterstudium in Translational Medical Research mit der Option auf ein MD/PhD-Programm.

Auch das Praktische Jahr (PJ) ist besonders strukturiert: Es gliedert sich in vier Quartale und beinhaltet das Modellquartal „Ambulante Medizin“, das die ambulante Versorgung in den Fokus rückt.

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Medizinische Hochschule Hannover - Modellstudiengang

Der Modellstudiengang an der MHH heißt HannibaL (Hannoversche integrierte berufsorientierte adaptive Lehre) und setzt auf eine praxisnahe, patient*innenorientierte und wissenschaftlich fundierte Ausbildung. Das Studium dauert inklusive Praktischem Jahr (PJ) 6 Jahre und ist in Tertiale gegliedert: Zwei Tertiale von jeweils 10 Wochen im Wintersemester und ein Tertial im Sommersemester.

Im Mittelpunkt stehen die klinischen Krankheitsbilder und die Probleme der Patient*innen, die von Beginn an in den Unterricht integriert werden. Die Studierenden erhalten frühzeitig Patient*innenkontakt und lernen praxisrelevante Fertigkeiten in SkillsLabs sowie durch interaktive Lehrformate.

Neben der klinischen Praxis legt HannibaL großen Wert auf Forschungsorientierung und die Entwicklung kommunikativer Kompetenzen. Das Curriculum ist kompetenzorientiert und verbindet theoretische Grundlagen mit klinischen Anwendungen in einem integrierten Lehrplan.

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RWTH Aachen - Modellstudiengang

An der RWTH Aachen soll das Medizinstudium nicht nur fundiert, sondern auch interessant und praxisnah sein. Deshalb sind Vorklinik und Klinik von Beginn an eng miteinander verknüpft. Der Modellstudiengang wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem vom Hartmannbund.

Das Studium ist in vier Abschnitte gegliedert:

  1. Studienabschnitt – Homogenisierung: Angleichung der Vorkenntnisse und Grundlagenvermittlung.
  2. Studienabschnitt – Interdisziplinäre Systemblöcke: Organ- und themenorientierte Module mit integrierten klinischen Bezügen.
  3. Studienabschnitt – Klinische Semester: Vertiefung der klinischen Inhalte und praktische Ausbildung.
  4. Studienabschnitt – Praktisches Jahr (PJ): Abschlussphase mit intensiver klinischer Tätigkeit.

Die Fächer werden nicht mehr isoliert, sondern organzentriert und interdisziplinär gelehrt. Studierende profitieren von zahlreichen E-Learning-Angeboten, einem modernen SkillsLab und vielfältigen Möglichkeiten für Kleingruppenunterricht. Zusätzlich gibt es Jahrgangskoordinatoren, die die Studierenden individuell unterstützen.

Ein besonderes Merkmal ist die Prüfungsstruktur:

  • Kein klassisches Physikum nach dem 4. Semester, sondern eine Ärztliche Basisprüfung nach dem 6. Semester.
  • Nach dem 10. Semester folgt die Klinische Kompetenzprüfung.

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Ruhr-Universität Bochum - in­te­grier­ter Re­form­stu­di­en­gang Me­di­zin (iRM)

Das Curriculum des iRM ist themenorientiert aufgebaut. Vorlesungen, Seminare und Praktika sind fächerübergreifend nach Organsystemen und später nach klinischen Krankheitsbildern strukturiert. Bereits ab dem ersten Semester werden Grundlagen mit klinischen Inhalten verknüpft, um einen frühen Praxis- und Patient*innenbezug herzustellen.

Die Studierenden lernen in kleinen Gruppen, wobei das Problemorientierte Lernen (POL) eine zentrale Rolle spielt. Auch wissenschaftliches Arbeiten ist fest im Curriculum verankert, um den Einstieg in Forschung und wissenschaftliche Karriere zu erleichtern. Ein besonderes Highlight sind die interdisziplinären Falltage, bei denen Studierende ihren Kommiliton*innen interessante klinische Fälle präsentieren und diskutieren.

Im klinischen Abschnitt erfolgt die praktische Ausbildung in Krankenhäusern und Universitätskliniken der Region, was eine breite klinische Erfahrung ermöglicht.

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Universität zu Köln - Modellstudiengang

Im Modellstudiengang der Universität zu Köln werden die klassischen medizinischen Fächer gelehrt, jedoch in einem integrierten und praxisnahen Konzept. Von Beginn an wird großer Wert darauf gelegt, die Studierenden früh mit Patientenkontakt und realen Krankheitsbildern vertraut zu machen. Dazu gehören Übungen mit Schauspielpatient*innen sowie die Studienbegleitende Patientenbetreuung (StudiPat), die den Umgang zwischen Hausärzt*innen und Patient*innen trainiert.

Das Curriculum ist wissenschaftsorientiert und bietet zahlreiche Wahlmöglichkeiten, sodass Studierende individuelle Schwerpunkte setzen können. Neben der fachlichen Ausbildung werden kommunikative und soziale Kompetenzen gezielt gefördert.

Nach den ersten vier Semestern erfolgt kein klassisches Physikum, sondern die Ärztliche Basisprüfung. Insgesamt umfasst das Studium vier vorklinische Semester und sechs klinische Semester, gefolgt vom Praktischen Jahr (PJ). Die Lehre wird durch moderne Methoden wie SkillsLab-Trainings, Simulationen, E-Learning-Angebote und Kleingruppenunterricht ergänzt.

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Ludwigs-Maximilians-Universität München - Medizinisches Curriculum München (MeCuM)

Das Medizinstudium an der LMU München folgt dem Medizinischen Curriculum München (MeCuM) und dauert wie üblich 6 Jahre und 3 Monate, einschließlich Physikum und Zweitem Staatsexamen (Hammerexamen).

Eine Besonderheit ist die Kooperation mit der Technischen Universität München (TUM): Der erste Studienabschnitt wird gemeinsam von den medizinischen Fakultäten der LMU und TUM getragen. Studierende sind bis zum Physikum an beiden Universitäten immatrikuliert. Nach dem Physikum können sie sich für die LMU oder die TUM entscheiden.

Das Curriculum ist an das Modell der Harvard Medical School angelehnt und legt großen Wert auf Praxisnähe und frühen Patient*innenkontakt bereits im ersten Studienabschnitt. Neben der klassischen Wissensvermittlung werden kommunikative und wissenschaftliche Kompetenzen gefördert, unterstützt durch moderne Lehrmethoden wie SkillsLab-Trainings, Simulationen und E-Learning-Angebote.

Lokalseiten der LMU München

Lokalseiten der TU München

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Heinrich Heine Universität Düsseldorf - Modellstudiengang

Das sechsjährige Studium an der HHU Düsseldorf ist interdisziplinär und thematisch strukturiert. Organsysteme und Krankheitsbilder werden in fächerübergreifend abgestimmten Unterrichtsveranstaltungen vermittelt. Bereits in den ersten Semestern gibt es einen starken Praxis- und Patient*innenbezug, um die Studierenden optimal auf den Arztberuf vorzubereiten. Im Rahmen des Task-based Learning erarbeiten die Studierenden eigenständig Patient*innenfälle.

Das Curriculum ist in Qualifikationsstufen gegliedert:

  • Q1 (Studienjahre 1–3): Grundlagen und klinische Basis, Abschluss mit dem Physikum.
  • Q2 (Studienjahre 4–5): Vertiefte klinische Ausbildung, Abschluss mit der Zweiten Ärztlichen Prüfung.
  • Q3 (Studienjahr 6): Praktisches Jahr (PJ), Abschluss mit der Dritten Ärztlichen Prüfung.

Ein Wahlcurriculum macht etwa 10 % des Studiums aus und ermöglicht individuelle Schwerpunktsetzungen. Ergänzend gibt es moderne Lehrmethoden wie SkillsLab-Trainings, Simulationen, E-Learning-Angebote und Kleingruppenunterricht.

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Studienmodelle von Private Medical Schools

Paracelsus Medizinische Universität Nürnberg

Die PMU Nürnberg ist eine noch junge private medizinische Fakultät in Deutschland und nimmt pro Jahr etwa 50 Studierende auf. Das Medizinstudium ist auf nur fünf Jahre komprimiert – möglich durch einen sehr intensiven Studienplan:

  • Jahr 1–3: jeweils 40 Wochen Studienzeit
  • Jahr 4–5: jeweils 48 Wochen Studienzeit
    Das Jahr ist in Trimester statt Semester gegliedert, mit nur etwa vier Wochen Sommerpause.

Im fünften Jahr sind 37 Wochen klinische Famulatur vorgesehen. Die Unterrichtsstunde dauert 60 Minuten, bei rund 40 Stunden pro Woche.

Das Aufnahmeverfahren ist unabhängig von hochschulstart.de und erfolgt über einen schriftlichen Test sowie ein persönliches Interview.

Auch an der PMU beginnt der Patient*innenkontakt sehr früh: Das Bedside Teaching zieht sich durch das gesamte Studium, ergänzt durch Problemorientiertes Lernen (POL).

Besonderheiten:

  • Im dritten Jahr legen alle Studierenden die US-amerikanische Zulassungsprüfung USMLE Step 1 ab.
  • Im vierten Jahr arbeiten sie an einem Forschungsprojekt mit dem Ziel einer Publikation.
  • Internationale Praktika sind möglich.

Die Studiengebühren betragen etwa 13.500 € pro Jahr, es gibt jedoch zahlreiche Stipendienprogramme.

Universität Witten/Herdecke - Modellstudiengang

Die Universität Witten/Herdecke verfolgt mit ihrem Modellstudiengang das Ziel:
„Die Ausbildung zu einer Arztpersönlichkeit mit einem breiten Spektrum an theoretisch-wissenschaftlichen Kenntnissen, praktischen Fertigkeiten und Fähigkeiten zum sozialen Engagement.“

Die Auswahl der Studierenden erfolgt über ein mehrtägiges, komplexes Auswahlverfahren, das Motivation, Eignung und Persönlichkeit berücksichtigt.

Das Studium ist patient*innen- und praxisnah gestaltet. Inhalte werden in kleinen Lerngruppen vermittelt, ergänzt durch Problemorientiertes Lernen (POL) und intensives Bedside-Teaching.

Es gibt kein klassisches Physikum, sondern interne Prüfungsformate wie:

  • Modified Essay Question (MEQ)
  • Objective Structured Clinical Examination (OSCE)
    Das zweite und dritte Staatsexamen wird regulär abgelegt. Zur kontinuierlichen Lernevaluation dient der Progress Test Medizin.

Die Studiendauer beträgt 10 Semester Humanmedizin, die Studiengebühren liegen bei etwa 48.120 €, können aber über sozialverträgliche Finanzierungsmodelle der Universität gestundet oder angepasst werden.

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Asklepios Medical School Hamburg

Der Asklepios Campus Hamburg ist Teil der renommierten Medizinischen Fakultät der Semmelweis Universität in Budapest. Studierende absolvieren zunächst die Vorklinik in Budapest und können sich danach mit dem Physikumszeugnis für den klinischen Abschnitt am Asklepios Campus Hamburg bewerben.

Das Studium erfolgt in kleinen Jahrgängen und Lerngruppen, mit einem hohen Praxisanteil, intensivem Bedside-Teaching und engem Kontakt zu Chefärzt*innen. Die Betreuung ist besonders individuell und praxisorientiert.

Der Studienabschluss ist ein voll äquivalentes, berufsbefähigendes Diplom der Semmelweis Universität, das zur Beantragung der deutschen Approbation berechtigt.

Die Studiengebühren betragen etwa 7.500 € pro Semester.

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Kassel School of Medicine

Die Kassel School of Medicine kooperiert mit der University of Southampton und bietet einen zweisprachigen Studiengang nach englischem Muster an. Das bedeutet: Die Studierenden werden in nur fünf Jahren zum Arzt/zur Ärztin ausgebildet.

Der Studiengang zeichnet sich durch hohe Praxisnähe, ein innovatives wissenschaftliches Umfeld und kleine, effektive Lerngruppen aus. Zusätzlich gibt es eine Forschungskomponente, die mit dem zusätzlichen Abschluss Bachelor of Medical Science verbunden ist. Der Unterricht erfolgt in Kleingruppen, und durch das Foundation Year wird der Berufseinstieg erleichtert.

Das Bewerbungsverfahren:

  • Bewerber füllen ein PDF-Formular aus und senden es per E-Mail ein.
  • Nach Prüfung der Unterlagen werden bis zu 100 Bewerber zum Auswahlverfahren eingeladen.
  • Am Auswahltag absolvieren die Bewerber*innen ein Interview, eine Gruppenaufgabe sowie eine schriftliche Aufgabe.

Die Studiengebühren betragen derzeit 12.000 € pro Studienjahr, es werden jedoch Finanzierungsmodelle angeboten.

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Häufige Fragen und Antworten

Modellstudiengänge ermöglichen eine vernetzte Lehre von Klinik und Theorie von Semester 1 an – im Gegensatz zum klassischen Regelmodell mit strikter Vorklinik/Klinik-Trennung. Sie zeichnen sich durch Fall- und problemorientiertes Lernen (POL), kleine Gruppen und innovative Prüfungsformen wie OSCE statt reiner Multiple‑Choice‑Tests aus.

Mehr als ein Dutzend Universitäten – darunter Charité Berlin, UKE Hamburg, Bochum, Aachen, Köln, Hannover und weitere – haben eigene Modell- oder Reformstudiengänge eingeführt, die teilweise das Regelstudium vollständig ersetzt oder ergänzt haben.

Modellstudiengänge bieten frühzeitigen Patient*innenkontakt, praxisnahes Lernen und eine integrierte Wissensvermittlung. Sie verwenden moderne Prüfungsformate, fördern das klinische Denken, reduzieren die Trennung von Theorie und Praxis und bereiten so besser auf den klinischen Alltag vor.

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