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Infos zum Medizinstudium

Medizinstudium ohne Abitur

Redaktion via medici

Gleich vorneweg: Ja, ein Medizinstudium ohne Abitur ist möglich! In diesem Artikel erfährst du, welcher Voraussetzungen du erfüllen musst, um auch ohne Abitur zum Medizinstudium zugelassen zu werden.

Schülerin am Laptop
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Ein Medizinstudium ist auch ohne allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife möglich. 2023 haben 881 Menschen in Deutschland Humanmedizin studiert – ganz ohne Abitur. Wie genau der Einstieg klappt, hängt vom Bundesland und von der Hochschule ab, denn die Regeln unterscheiden sich teilweise deutlich.
Alle Infos zu den einzelnen Bundesländern findest du hier: www.studieren-ohne-abitur.de

Voraussetzungen für die Zulassung ohne Abitur

Es gibt verschiedene Wege, wie du auch ohne Abitur ein Medizinstudium beginnen kannst.
Ein Weg führt über eine sogenannte Aufstiegsfortbildung. Dafür brauchst du zuerst eine abgeschlossene Berufsausbildung und machst danach einen höheren Abschluss, zum Beispiel als Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt.
Ein weiterer Weg ist eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf plus einige Jahre Berufserfahrung.


Je nach Bundesland können noch weitere Voraussetzungen dazukommen, zum Beispiel ein verpflichtendes Beratungsgespräch.

Wenn du eine fachnahe, mindestens zweijährige Ausbildung gemacht hast und anschließend mehrere Jahre in diesem Beruf gearbeitet hast – zum Beispiel in der Pflege –, kannst du eine Zugangsberechtigung für das Medizinstudium bekommen.

Wichtig ist: Den Hochschulzugang musst du immer direkt bei der Hochschule beantragen. Infos zu den Regeln in den einzelnen Bundesländern findest du hier: www.hochschulstart.de

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Eignungs- und Zugangsprüfungen der Hochschulen

Viele Hochschulen führen sogenannte Eignungs- oder Zugangsprüfungen durch. Damit wollen sie prüfen, ob du die nötigen fachlichen und methodischen Fähigkeiten für die Humanmedizin mitbringst.

In der Prüfung kann sowohl allgemeines als auch fachbezogenes Wissen abgefragt werden – manchmal schriftlich, manchmal mündlich. Die genauen Inhalte und Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland.

Bestehst du die Prüfung oder das Eingangsgespräch, kannst du dich bewerben. Die Bewerbung erfolgt immer über Hochschulstart.de und du musst dafür bestimmte Deadlines einhalten. Nur an den privaten Hochschulen musst du dich direkt bewerben und hast ggf. andere Terminfristen. Die privaten Hochschulen verlangen jedoch, anders als die staatlichen Unis, auch Studiengebühren.

Wie werden die Studienplätze im Fach Humanmedizin vergeben?

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30 % der Medizinstudienplätze an die „Abiturbesten“. Wer kein Abitur oder Fachabitur hat, kann stattdessen die Note des Berufsabschlusses und/oder das Ergebnis einer Zugangsprüfung an der Universität einbringen. Weitere 10 % der Plätze werden über die sogenannte Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) vergeben. Die ZEQ gibt Bewerber*innen mit Berufserfahrung im Gesundheitswesen oder besonderen Qualifikationen einen Vorteil, dabei zählen nur schulnotenunabhängige Kriterien wie fachspezifische Tests ( TMS , HAM-Nat etc), Auswahlgespräche, abgeschlossene Ausbildungen, Berufserfahrung oder besondere Leistungen wie ehrenamtliche Tätigkeiten.
Die restlichen 60 % können die Hochschulen nach eigenen Kriterien vergeben.

Alle Bewerber*innen nehmen automatisch an allen drei Verfahren teil.

Eine weitere Möglichkeit: das Landarztstudium

Die „Landarztquote“  gilt auch für Bewerber*innen ohne Abitur und gibt es fast in allen Bundesländern, zum Beispiel in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wer über diese Quote Medizin studiert, verpflichtet sich später, zehn Jahre als Hausarzt in einer ländlichen Region zu arbeiten.

Für die Bewerbung muss vorher eine Zugangsprüfung an der Uni abgelegt werden. Auch hier kann ein Studieneignungstest (TMS) kann dabei helfen, einen höheren Punktwert zu erreichen und so die Chancen im Auswahlverfahren zu verbessern.

Tests, um die Bewerbungschancen zu erhöhen

Wie oben schon erwähnt, kannst du die Chancen auf einen Studienplatz in Humanmedizin durch die Teilnahme am Medizinertest (TMS) oder  HAM-Nat (Hamburger Naturwissenschaftstest) verbessern.

Manchmal gibt es zusätzlich ein Gespräch oder ein mündliches Verfahren. Auch freiwillige Dienste, ehrenamtliche Tätigkeiten, Auszeichnungen in Wettbewerben oder sogar sportliche Erfolge können angerechnet werden.

Beim HAM-Nat und ähnlichen Tests werden wichtige naturwissenschaftliche Inhalte wie Mathematik, Physik, Chemie und Biologie abgefragt – meist als Multiple-Choice. Für die Tests solltest du mit Kosten zwischen 75 € und 125 € rechnen.

Häufige Fragen und Antworten

Ja, ein Medizinstudium ist in Deutschland auch ohne allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife möglich. Voraussetzung ist meist eine abgeschlossene Berufsausbildung, teilweise kombiniert mit mehrjähriger Berufserfahrung oder einer Aufstiegsfortbildung (z. B. Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt). Die genauen Regeln hängen vom Bundesland und der Hochschule ab.

Den Hochschulzugang musst du direkt bei der Hochschule beantragen. Viele Universitäten führen zusätzlich Eignungs- oder Zugangsprüfungen durch, um deine fachlichen und methodischen Fähigkeiten zu prüfen. Nach Bestehen der Prüfung kannst du dich über Hochschulstart.de bewerben. Private Hochschulen haben eigene Bewerbungsfristen und verlangen Studiengebühren.

Du kannst deine Chancen verbessern, indem du an Tests wie dem Medizinertest (TMS) oder dem HAM-Nat teilnimmst. Auch berufliche Qualifikationen, Berufserfahrung, freiwillige Dienste, ehrenamtliche Tätigkeiten oder besondere Leistungen können berücksichtigt werden. In einigen Bundesländern gibt es außerdem die Landarztquote, bei der Bewerber*innen sich verpflichten, später als Hausarzt in einer ländlichen Region zu arbeiten.

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