Dritte ärztliche Prüfung

Vorbereitung für das M3 – Das berüchtigte „Gespräch unter Kollegen“

Jing Wu

Glückwunsch, du hast es bis zum M3 geschafft! Wie du auch diese Hürde locker überwindest, erzählt dir Jing.

Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus
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Während meine Kommiliton*innen und ich im ersten PJ-Tertial noch entspannt das freie Leben nach der M2-Prüfung genossen, rückte irgendwann Mitte des zweiten Tertials die nächste Challenge in den Fokus: das M3. Fragte ich Menschen, die dieses schon hinter sich gebracht hatten, so kam oft die Aussage „Ach, das M3 ist ganz entspannt. Das ist eher so ein lockeres Gespräch unter Kollegen“. Haha, dachte ich mir damals nur. So etwas sagt sich natürlich leicht, wenn man es schon hinter sich hat. Die Worte beruhigten zwar ein bisschen, aber dennoch war das M3 nun mal eine wichtige Prüfung, vor der ich ordentlich Respekt hatte.

Irgendwann kam dann endlich der große Tag und der letzte große Test vor der Approbation.
Letztlich war meine M3-Prüfung ziemlich unspektakulär. Die Zeit verging wie im Flug, die Prüfer waren alle super nett und locker und kaum hatte ich es mich versehen, hieß es auch schon „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft“.

Hier kommen also ein paar Tipps zur Vorbereitung:

1. Frage-Antwort-Bücher

Gelernt habe ich vor allem mit den Examensvorbereitungsbüchern, von denen es für jedes Fachgebiet unzählige zur Auswahl gibt. Die Bücher im Frage-Antwort-Modus sind meiner Meinung nach besonders gut geeignet, da sie den Modus der M3-Prüfung widerspiegeln.

Erfolgreich Medizin studieren!
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Egal ob Human- oder Zahnmedizin, Modell- oder Regelstudiengang – via medici ist dein perfekter Lernpartner im Studium.

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2. Mit Freund*innen zusammen lernen

Da das M3 mündlich abläuft, ist es gerade hier wichtig, sich mit einer Lerngruppe oder einem Freund/ einer Freundin zusammenzusetzen und sich gegenseitig abzufragen. Sonst läufst du zu sehr Gefahr, dich auf das passive Wissen zu verlassen, ohne dieses aktiv im entscheidenden Moment wiedergeben zu können. Wenn du es dir irgendwann zur Routine machst, jeden Tag von einer Freundin abgefragt zu werden (funktioniert übrigens auch super digital z.B. über Zoom), lernst du schon mal, Antworten zu formulieren und souverän zu reagieren, wenn du mal etwas nicht weißt. Gegen Ende der Vorbereitungszeit lohnt es sich auf jeden Fall, sich regelmäßig mit der eigenen Prüfungsgruppe zusammenzusetzen.

3. Lernen im PJ

Zwischen Haken halten im OP bis 18 Uhr und Chefarztvisiten am späten Nachmittag kann schon manchmal im PJ die Frage aufkommen, wann man denn bitte noch zum Lernen kommen soll. Tipp: Nutze die Zeit auf Station/ im OP mit den Ärzten zum Lernen! Ich hatte während des PJs Glück, tolle Assistenzärzt*innen auf Station gehabt zu haben, die mich viel Wissen abgefragt haben, wenn Zeit dafür war. Gebt denen auch ruhig aktiv die Rückmeldung, dass euch das Abfragen weiterbringt. Auch der PJ-Unterricht an den Kliniken kann je nach Qualität sehr lehrreich sein.

4. Protokolle

Am allerwichtigsten für mich waren die Protokolle der ehemaligen Prüflinge, die man einige Wochen vor der Prüfung einsehen durfte. Die meisten Prüfer fragen in ihrem Fachgebiet doch immer die gleichen Fakten ab und wenn du die Protokolle gut durchgehst, so hast du bereits die halbe Miete.

5. Vorgespräch

Sobald du das Einladungsschreiben mit deinen Prüfern erhältst, lohnt es sich, die Prüfer anzufragen, ob ein Vorgespräch erwünscht ist. So siehst du zumindest schon mal die Gesichter zu den Namen und kannst einiges zum Ablauf der Prüfung erfahren. Manche Prüfer grenzen ihre Themenfelder im Vorgespräch ein, was natürlich ziemlich hilfreich ist.

Mach dir keine Sorgen. Das M3 haben alle Ärzte vor dir auch geschafft und du wirst es auch schaffen. Letztlich ist die M3-Prüfung wirklich nicht schlimm. Eher so ein lockeres Gespräch unter Kolleg*innen.

Häufige Fragen und Antworten

Spätestens am Ende des dritten PJ-Tertials sollte mit dem kontinuierlichen Lernen begonnen werden. Wer im PJ viel mitgenommen hat, kann sich kürzer vorbereiten – wer weniger praktische Erfahrung gesammelt hat, sollte früher starten.

Altprotokolle geben wertvolle Hinweise auf bevorzugte Themen der Prüfer:innen und helfen, gezielt zu lernen. Ein persönliches Treffen mit Prüfer:innen kann zusätzlich Klarheit schaffen – Mitschreiben ist dabei essenziell. Wer keine Protokolle findet, sollte selbst eines für nachfolgende Generationen verfassen.

  • Praxisnahes Lernen im PJ ist zentral – je mehr man dort aktiv ist, desto weniger muss man später büffeln.
  • Eigenstudium vor dem Gruppenlernen schafft eine solide Basis.
  • Gruppenlernen hilft, Inhalte souverän zu präsentieren und Prüfungssituationen zu simulieren.
  • Auch Aussehen und Auftreten spielen eine Rolle – ein gepflegtes, selbstbewusstes Erscheinungsbild unterstützt den Gesamteindruck.