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Medizinerinnen im Ausland

Burundi – Eine Woche, die meinen Blick auf Medizin veränderte

Jessica Splett

Eine Woche in Burundi, 23 Operationen und unzählige Begegnungen: Medizinstudentin Jessica berichtet von einem humanitären Einsatz, der ihren Blick auf Medizin, Gesundheit und Menschlichkeit nachhaltig verändert hat. Zwischen herausfordernden Arbeitsbedingungen, bewegenden Patient*innenschicksalen und gelebter Teamarbeit erlebte sie, wie viel ein kleines Team für einzelne Menschen bewirken kann.

Jessica in Burundi
© privat

Die Frau weinte, als wir ihren Verband entfernten. Erst beim Öffnen wurde klar, dass nicht der Verband die Größe eines Handballs hatte, sondern der Tumor, der ihren gesamten Daumen umschloss. Er hatte bereits ein Ausmaß erreicht, wie ich es in Deutschland noch nie gesehen hatte. Eines war den Ärzten, die ich begleiten durfte, sofort klar: Dieser Frau wollen und müssen wir definitiv helfen! Schon gleich für den nächsten Tag planten wir sie für eine Operation ein.

Dieser Fall sollte nur einer von vielen sein, die uns während unseres einwöchigen Einsatzes in Burundi begegnen würden.

Abreise nach Burundi

Als vierköpfiges Team machten wir uns im Auftrag der Beta Humanitarian Help Organisation auf den Weg zu einem einwöchigen humanitären Einsatz nach Bujumbura in Burundi (Ostafrika). Unter der Leitung von Prof. Dr. Armin Kraus (Facharzt für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie) bestand das Team aus Dr. Mikhail Ovchinnikov, Sabrina (Organisation) und mir (Jessica, Medizinstudentin). Prof. Dr. Armin Kraus reist seit einigen Jahren nach Burundi. Ich habe über eine Stellenanzeige bei unserer Uni davon mitbekommen und mich beworben. Zuvor hatte ich noch mit einem Studenten gesprochen, der letztes Jahr dabei war und diesen MDR Beitrag gesehen.

Ärzteteam in Burundi

Schon vor der Reise war mir bewusst, dass mich dieser Einsatz fachlich und persönlich bereichern würde. Doch kann man sich wirklich vorstellen, wie sehr einen eine solche Erfahrung prägt, welche Eindrücke man sammelt und welchen Herausforderungen man begegnet? Rückblickend würde ich sagen: Nein. Und vielleicht ist das sogar gut so. Manche Erfahrungen lassen sich nicht vorbereiten – man muss sie selbst erleben, um zu verstehen, wie sehr sie den eigenen Blick auf Medizin, Gesundheit und das Leben verändern können.

Fest stand für mich jedoch von Anfang an, dass ich unbedingt mitfliegen wollte. Ich wollte die Situation vor Ort kennenlernen, von den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen lernen und einen kleinen, aber hoffentlich wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Menschen vor Ort leisten. Oft sind es die spontanen Entscheidungen, die sich im Nachhinein als besonders wertvoll erweisen. Die Zeit von der Zusage zur Teilnahme an diesem Projekt bis zum Abflug konnte ich kaum abwarten. Ich las mich in ein paar Krankheitsbilder und OP-Techniken ein, frischte meine Französischkenntnisse auf und ließ mich noch neunmal impfen.

Und dann war es endlich soweit: Unsere Reise begann in Magdeburg mit dem Zug Richtung Frankfurt. Schon dieses erste Zusammentreffen hatte für mich etwas Besonderes. Mir war bewusst, dass wir in den kommenden Tagen als Team funktionieren, einander vertrauen und gemeinsam eine Menge Arbeit bewältigen müssen. Eines kann ich jedoch bereits vorwegnehmen: Meine anfänglichen Sorgen waren im Rückblick völlig unbegründet. Ich fühlte mich schnell gut aufgehoben und hatte durchweg das Gefühl, dass wir als Team hervorragend zusammenarbeiteten.

Von Frankfurt aus ging es weiter über Addis Abeba (Äthiopien) nach Bujumbura (Burundi). Während wir Deutschland noch bei kühlem Wetter verließen, wurden wir vor Ort von Sonne und Temperaturen bis zu 30 Grad Celsius empfangen – und das Ende März.

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Ankommen und operieren

Direkt nach unserer Ankunft, wo wir bereits am Flughafen herzlich vom Klinikpersonal empfangen wurden, ging es weiter zum Hôpital Hippocrate de Kajaga. Dort waren wir in den folgenden Tagen chirurgisch tätig.

Kaum angekommen, trafen wir auf eine große Anzahl potenzieller Patientinnen und Patienten. Die Stimmung vor Ort war geprägt von Hoffnung auf Hilfe – auch Babys und Kinder warteten bereits auf eine Behandlung. Eines war klar: Wir wollten keine kostbare Zeit verlieren. Also hieß es Handschuhe an, Desinfektionsmittel bereit – und los ging es. Etwa drei Stunden lang wurden Patientinnen und Patienten untersucht und entschieden, wer operiert werden konnte. Anschließend wurde ein erster OP-Plan erstellt.

Die Kommunikation mit dem Klinikpersonal funktionierte insgesamt gut, wir nutzten sowohl unsere Französischkenntnisse als auch Englisch. Die meisten Einheimischen sprachen jedoch ausschließlich Kirundi, sodass wir uns manchmal letztlich mit Gestik und Mimik verständigen mussten. Hinzu kam, dass Internet nur an einem einzigen Punkt auf dem Klinikgelände verfügbar war, was den Einsatz von Übersetzungshilfen zusätzlich erschwerte.

Der Weg in den Operationssaal © privat

Breites Patientengut und viel zu Lernen

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Die erste Operation am Tag nach der Anreise war die Entfernung des Tumors am Daumen. Aufgrund der großflächigen Ausbreitung und der Dimension des Befundes entschieden sich Prof. Kraus und Dr. Ovchinnikov für eine Amputation des Daumens. So drastisch diese Maßnahme auch erscheinen mag, war sie zunächst die einzige Möglichkeit, eine Linderung der Beschwerden zu erreichen.

Diese erste Operationserfahrung vor Ort reihte sich nahtlos in die Erlebnisse der kommenden Tage und der insgesamt 23 Eingriffe ein. Teilweise arbeiteten wir parallel in zwei Zweierteams in den beiden OP-Sälen. Die Arbeitsbedingungen unterschieden sich dabei deutlich von denen in Deutschland. Trotz großer Bemühungen um sterile Verhältnisse stellten uns die örtlichen Gegebenheiten immer wieder vor ungewohnte Herausforderungen. Eine Fliege im OP-Feld zu sehen, war dabei sicherlich ein besonders prägendes und in dieser Form ungewöhnliches Erlebnis, das ich in Magdeburg so schnell nicht wieder erwarten würde. Gleichzeitig begegneten wir auch vertrauten Problemen, etwa dem erschwerten Einsatz der Kauterisation. Doch auch diese Herausforderungen konnten wir gemeinsam bewältigen. Zusammen mit den dortigen Ärztinnen, Ärzten und dem Pflegepersonal arbeiteten wir uns schnell ein und entwickelten funktionierende Abläufe, sowohl für die Wiederaufbereitung unserer Instrumentensiebe als auch für die kontinuierliche Vorbereitung der Patientinnen und Patienten durch die Anästhesie.

Der Operationssaal in Burundi © privat

Besonders motivierend war für mich das Assistieren bei den vielfältigen Eingriffen. Unter der aufmerksamen Anleitung der beiden Ärzte konnte ich zudem wertvolle praktische Erfahrung im Nähen sammeln und meine Fähigkeiten weiter ausbauen.

Operationen bei Kindern stellen stets eine besonders bewegende Situation dar – so auch bei einem kleinen Patienten mit Verbrennungen und einer daraus resultierenden Fehlstellung des Fußes. Trotz seines jungen Alters meisterte er die Operation tapfer, eng an ein Kuscheltier geklammert, das wir ihm zuvor geschenkt hatten.

Unser jüngster Patient war sogar nur wenige Tage alt. Zwar stand hier keine Operation an, jedoch bat uns das örtliche Personal um eine Einschätzung, da Unsicherheiten hinsichtlich seiner Herztöne bestanden. Schlussendlich konnten wir keine genaue Sicherheit geben. Nachdem wir aber nochmal recherchierten und die Herztöne abgehört haben, vermuteten wir einen unproblematischen Befund. Das Kind war soweit unauffällig.

Neben zahlreichen Patientinnen und Patienten mit Keloiden (überschießenden Narbenbildungen, die in der Region gehäuft auftreten) begegneten uns auch viele schwere Verbrennungsfolgen. So untersuchten wir unter anderem eine Frau, deren Körper großflächig von Narben gezeichnet war. Der Verdacht lag nahe, dass sie sich beim Kochen über offenem Feuer mit heißem Wasser verbrüht hatte. Das stellt eine Unfallursache dar, die unter den dortigen Lebensbedingungen leider keine Seltenheit ist.

Auch verschiedene Tumorerkrankungen gehörten zu unserem Alltag. Eine histologische Sicherung der Tumoren ist leider nicht möglich. CT-/MRT-Bilder gibt es im Vorhinein auch nicht. Mit Glück einen Ultraschall. Daher haben wir vorher evaluiert und dann intraoperativ versucht, möglichst viel Material zu entfernen. Es ging dabei vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität durch die Entfernung großer Tumormassen, die auch Infektionsquellen darstellen.

Das Team operiert einen Patienten © privat

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Patientin mit einer großen Raumforderung im Hals-Schulter-Bereich. Bereits bei der Untersuchung wurde deutlich, wie komplex eine mögliche operative Versorgung wäre, da in diesem Bereich zahlreiche essenzielle Strukturen verlaufen, darunter auch große Blutgefäße wie die Halsschlagader. Aufgrund der begrenzten diagnostischen Möglichkeiten vor Ort und der Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung entschieden wir uns gegen eine sofortige Operation. Der Fall wurde umfassend dokumentiert und an das nachfolgende Team der Hilfsorganisation übergeben. Einige Wochen nach meiner Rückkehr nach Deutschland erfuhr ich schließlich, dass der Eingriff erfolgreich durchgeführt worden war. Diese Nachricht erfüllte mich mit großer Freude und Erleichterung – nicht nur, weil die Patientin die notwendige Behandlung erhalten hatte, sondern auch, weil sie den anspruchsvollen Eingriff ohne Komplikationen überstanden hatte.

Die hohe Armutsrate von über 75 % der dort lebenden Bevölkerung, der Mangel an Krankenversicherungen sowie eine insgesamt eingeschränkte medizinische Versorgung führen dazu, dass viele Erkrankungen erst in fortgeschrittenen Stadien behandelt werden. Dadurch begegneten wir Krankheitsbildern sowie Ausprägungen von Tumoren, Narben und Verbrennungen, die in Deutschland nur selten zu sehen sind.

Der Tag begann für uns gegen 8:30 Uhr nach einem stärkenden Frühstück. Im Krankenhaus angekommen, startete schon bald die erste Operation. Besonders häufig führten wir Eingriffe an Lipomen durch, zudem wurden mehrere Defektdeckungen mittels Spalthaut durchgeführt.

Operation mit ungeplantem Ende

Ein weiterer eindrucksvoller Eingriff war die Mastektomie (Brustentfernung) bei einer Patientin mit weit fortgeschrittenem Mammakarzinom. Mit Dr. Ovchinnikov hatten wir dabei einen ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet an unserer Seite. Ebenso beeindruckend war für mich die Beobachtung einer Lappenplastik, die Prof. Kraus mit großer Präzision und in erstaunlich kurzer Zeit durchführte. Doch genau diese OP nahm auch ein unerwartetes Ende. Am Ende der OP kam es zu zunächst nicht einzuordnenden Erschütterungen. Beim Blick in die erschrockenen und auch leicht ängstlichen Augen der anderen wurde mir ganz anders. Das war ein Moment, in dem mir die volatile Situation in der Region vor Augen geführt wurde. Wissend um die geringe Distanz zur Grenze der D.R. Kongo, den dortigen Auseinandersetzungen und auch den sonstigen Reisehinweise, die vom Auswärtigen Amt zu Burundi als Reiseziel gegeben werden, war ich mir der potenziellen Gefahren durchaus bewusst. Jedoch trat ich mit Optimismus an die Reise heran. Sofort wurde versucht herauszufinden, worum es sich bei den Explosionen handelt. Ich merkte, dass alle stets um unsere Sicherheit bemüht waren. In mir herrschte aber Unsicherheit, Angst. Der Wunsch, nach Hause zu reisen, wurde plötzlich sehr groß. Durch den guten Zuspruch meines Teams, das Wissen darum, dass es zu einem Elektrizitätsunfall im Munitionslager Bujumburas der mit einer Kettenreaktion von Explosionen der dort gelagerten Waffen einherging, blieb ich. Und ich bin froh darum! In den folgenden Tagen war ich deutlich wachsamer. Während der verbliebenden Tage sammelte ich noch wertvolle Einblicke. Rückblickend denke ich deshalb vor allem an die vielen bereichernden Erfahrungen und weniger an diese außergewöhnliche Ausnahmesituation. Gleichzeitig stimmt mich dieses Erlebnis nachdenklich. Immer wieder muss ich an die Menschen vor Ort denken, für die Unsicherheit nicht nur eine Ausnahmelage ist, sondern zum Alltag gehört und denen oft kein sicherer Ausweg aus ihrer Lebensrealität bleibt.

Freizeit und Gemeinschaft nach dem Klinikalltag

Auch für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt. Meist machten wir uns zwischen 18 und 19 Uhr auf den Rückweg ins Hotel. Nach der schweißtreibenden Arbeit war eine kühle, erfrischende Dusche jedes Mal mehr als verdient.

Neben der intensiven Arbeit im Krankenhaus boten die gemeinsamen Abende beim Essen im Hotel oder in Restaurants eine wertvolle Möglichkeit, Kraft für den kommenden Tag zu sammeln. In dieser Zeit durfte ich auch Verena kennenlernen, die das Hôpital Hippocrate de Kajaga aufgebaut hat. Ihr unermüdlicher Einsatz hat mich tief beeindruckt und begleitet mich in meiner Erinnerung bis heute. Kurz vor unserer Abreise besuchten wir zudem eines ihrer Kinderheime. Besonders bewegend war der Moment, in dem die Kinder beim Erhalt der mitgebrachten Kuscheltiere vor Freude zu strahlen begannen. Dieser Besuch blieb mir als ein sehr emotionaler Augenblick in Erinnerung.

Generell denke ich gerne an die zwischenmenschlichen Begegnungen mit den Einheimischen zurück. Durch den Austausch hatte ich das Gefühl, Kultur und Lebensrealität auf eine unmittelbare und authentische Weise kennenzulernen. Besonders präsent ist mir dabei die kleine Gabriela, die freudestrahlend auf meinem Schoß saß und für einen kurzen Moment unbeschwerte Leichtigkeit ausstrahlte. Gabriela steht für mich stellvertretend für die Lebensfreude, die ich dort erfahren durfte. Trotz der aus unserer Perspektive oft schwierigen Lebensumstände begegneten mir die Menschen mit beeindruckender Stärke, Hoffnung und Geduld. Sie versuchten stets, das Beste aus ihrer Situation zu machen und den Mut nicht zu verlieren.

Auch die Schönheit des Landes durfte ich erleben – unter anderem bei einem kurzen Abstecher an den Tanganjikasee, der sich direkt gegenüber des Krankenhauses befindet.

Während dieser Zeit waren Sabrina, Prof. Kraus und Dr. Ovchinnikov für mich weit mehr als nur Arbeitskollegen. Wir sind als Team zusammengewachsen, haben uns gegenseitig unterstützt, aufgefangen, gemeinsam gelacht und zahlreiche Situationen miteinander gemeistert. Diese Erfahrung hat uns eng zusammengeschweißt, mit einem gemeinsamen Ziel: den Menschen vor Ort zu helfen. Nach einer Woche kannten wir nicht nur die Arbeitsweise des jeweils anderen, sondern auch die Momente der Erschöpfung, die kleinen Erfolgserlebnisse nach gelungenen Operationen und die Situationen, in denen gegenseitige Motivation entscheidend war.

Eine solche Reise lässt sich nicht alleine bewältigen. Sie fordert, prägt und verlangt Motivation, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft – und sie hinterlässt nachhaltige Erinnerungen, die zum Nachdenken anregen. Es ist eine Erfahrung, die nicht nur Stärke fordert, sondern sie zugleich wachsen lässt.

Kurz vor der Abreise begegnete ich der Frau vom ersten Tag noch einmal. Die Frau, deren Daumentumor uns alle sprachlos gemacht hatte. Nach ihrer Operation und einer weiteren Wundversorgung konnten wir sie ein letztes Mal untersuchen. Als wir uns verabschiedeten, lächelte sie.

Dieses Lächeln begleitete mich noch lange auf dem Heimweg. Nicht, weil damit alle Probleme gelöst gewesen wären. Sondern weil es zeigte, dass eine Woche, ein kleines Team und die gemeinsame Arbeit vor Ort für einzelne Menschen einen spürbaren Unterschied machen konnten.

Wie begleitet mich die Reise bis heute?

Obwohl es noch gar nicht lange her ist, fühlt es sich schon so lange her an! Dennoch schaue ich mit großer Freude auf die Reise zurück. Sie führt mir vor Augen, wie wertvoll unser Gesundheitssystem ist, auch wenn hier natürlich vieles auch nicht optimal läuft. Bin ich aber krank, habe ich schnell die benötigte Hilfe. Gleichzeitig sehe ich die Situation, hier lernen zu dürfen und eine gute Bildung zu bekommen aus einer anderen Perspektive! Zudem habe ich gesehen, wie Medizin ein universelles Tool ist, was ich hier lerne, aber vielfältig anwenden kann. Man braucht kein Hightech, um helfen zu können! Und was hat es mir noch gezeigt? Definitiv, dass ich in der Medizin, meinem Weg mehr als einen Beruf sehe. Ich fühle mich auf meinem Weg, in meinen Entscheidungen bestätigt und hoffe noch lange diese Energie und Leidenschaft in mir halten zu können!

Spenden für Menschen in Not

Die Organisation Beta Humanitarian Help arbeitet mit Hilfe von Spendengeldern. Falls du Lust hast, die Arbeit zu unterstützen, kannst du hier spenden:

Beta Humanitarian Help

Häufige Fragen und Antworten

Während des einwöchigen Einsatzes wurden insgesamt 23 Operationen durchgeführt. Dazu gehörten Eingriffe bei großen Tumoren, Keloiden (überschießenden Narbenbildungen), schweren Verbrennungsfolgen, Lipomen sowie Defektdeckungen mittels Spalthaut. Besonders eindrücklich waren die Versorgung eines weit fortgeschrittenen Mammakarzinoms, die Behandlung von Kindern mit Verbrennungsfolgen sowie die Amputation eines Daumens, der von einem außergewöhnlich großen Tumor befallen war.

Die Arbeitsbedingungen vor Ort unterschieden sich deutlich von denen in Deutschland. Begrenzte diagnostische Möglichkeiten, Sprachbarrieren, eingeschränkter Internetzugang und die Sicherstellung möglichst steriler Bedingungen stellten das Team vor tägliche Herausforderungen. Gleichzeitig mussten die Ärztinnen und Helferinnen häufig Erkrankungen in sehr fortgeschrittenen Stadien behandeln, da viele Menschen aufgrund von Armut und eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem erst spät medizinische Hilfe erhalten.

Der Einsatz hat den Blick der Autorin auf Medizin, Gesundheit und das Leben nachhaltig verändert. Besonders geprägt haben sie die Begegnungen mit den Patient*innen, die enge Zusammenarbeit im Team und die Lebensfreude der Menschen vor Ort trotz schwieriger Bedingungen. Die Erfahrung zeigte ihr, wie viel bereits ein kleiner medizinischer Einsatz für einzelne Menschen bewirken kann – und wie wichtig Menschlichkeit und Solidarität in der Medizin sind.

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