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Ulm: Universität

Mein Nebenjob in der Kardiologie: Zwischen EKGs, Herzkatheterlabor und Hörsaal

Anna Schönell

Ein Nebenjob im Studium ist für viele Medizinstudierende selbstverständlich - sei es aus finanziellen Gründen oder weil man praktische Erfahrungen sammeln möchte. Anne arbeitet als studentische Aushilfe in der Kardiologie an der Uniklinik Ulm - ein Job, der ihr jeden Tag zeigt, wie spannend und herausfordernd ihr zukünftiger Beruf als Ärztin ist. Hier erfährst du, was ihre Aufgaben sind und ob der Job vielleicht auch etwas für dich wäre.

Arzt in der Kardiologie
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Morgens: Patientinnen- und Patientenaufnahme mit Verantwortung

Mein Tag beginnt oft früh. Noch bevor die Patientinnen oder Patienten ins Herzkatheterlabor kommen, nehmen wir, also die studentischen Hilfskräfte oder MFAs, sie auf: Wir schreiben EKGs, legen periphere Zugänge, nehmen Blut ab und messen die Vitalwerte. Das alles läuft meist unter Zeitdruck, denn die Abläufe im Herzkatheterlabor sind eng getaktet. Trotzdem ist dieser Teil meiner Arbeit besonders lehrreich: Ich verbessere nicht nur meine praktischen Fertigkeiten, sondern lerne auch, schnell Prioritäten zu setzen und Verantwortung zu übernehmen.

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Vielseitig durch wechselnde Schichten

Was den Job für mich besonders attraktiv macht, ist die Flexibilität: Wir können uns unsere Schichten selbst aussuchen – je nachdem, wie es gerade zum Stundenplan oder zur Prüfungsphase passt. Es gibt Früh-, Spät- und Ambulanzschichten, sodass ich je nach Woche ganz unterschiedliche Einblicke bekomme.

In der Ambulanz begleite ich zum Beispiel Patientinnen oder Patienten bei ihren Verlaufskontrollen, etwa nach einer Stent-Implantation oder dem Einsatz einer neuen Herzklappe. Dort bereite ich die Arztbriefe und das Patientengespräch so vor, dass den Ärztinnen und Ärzten möglichst viel Arbeit abgenommen wird. An anderen Tagen helfe ich direkt im Herzkatheterlabor oder unterstütze am Nachmittag bei der Aufnahme, wenn Anästhesiegespräche koordiniert werden müssen.

Lernen zwischen Job, Uni und Doktorarbeit

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Natürlich ist der Nebenjob manchmal auch eine Belastung, vor allem, wenn sich Klausuren, Schichten und Doktorarbeit gleichzeitig ballen. Aber auch wenn es stressig ist: Ich merke, wie viel ich dazulerne. Ich verstehe Abläufe im Klinikalltag besser, werde sicherer im Umgang mit Patientinnen und Patienten und erweitere mein medizinisches Wissen oft ganz nebenbei. Viele Dinge, die ich im Job erlebe, tauchen später auch im Studium oder in Prüfungen wieder auf.

Mein Fazit

Der Nebenjob in der Kardiologie fordert mich, aber er bereichert mein Studium enorm. Ich sehe täglich, wie Theorie und Praxis zusammengehören, und kann viele Skills trainieren, die ich später als Ärztin brauchen werde. Wenn du Lust hast, dich praktisch einzubringen und gleichzeitig flexibel zu bleiben, kann ich dir eine Tätigkeit als studentische Aushilfe sehr empfehlen.

Häufige Fragen und Antworten

Zu den typischen Tätigkeiten gehören EKG schreiben, Blut abnehmen, periphere Zugänge legen, Vitalwerte messen und die Vorbereitung von Patientinnen und Patienten für Eingriffe.

Die Schichten sind frei wählbar (Früh-, Spät- oder Ambulanzschichten) und lassen sich gut mit Uni und Prüfungsphasen kombinieren.

Er bietet praxisnahe Einblicke, stärkt klinische Fertigkeiten und hilft, Abläufe im Krankenhaus besser zu verstehen – eine ideale Ergänzung zur Theorie.

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