Das 10. Semester an der Uni Tübingen
Für Laura beginnt der Endspurt. Das 10. Semester ist ihr letztes an der Uni, bevor das 2. Staatsexamen und das Praktische Jahr auf sie warten. Noch ein paar Fächer wollen gemeistert werden – und gleichzeitig möchte sie die verbleibende Unizeit in vollen Zügen aufsaugen. Wie Laura diese besondere Phase erlebt hat, erzählt sie hier.

Gestartet hat das Semester mit einem zweiwöchigen Blockpraktikum in der Allgemeinmedizin. Hier wirst du in eine Hausarztpraxis in der Gegend eingeteilt und bekommst nochmals Einblicke in die Arbeit von Allgemeinmediziner*innen. Vielleicht erlebst du die Arbeit nun anders, als du es in deiner Hausarztfamulatur getan hast. Du bist jetzt schon ziemlich weit im Studium, hast dir viele Skills angeeignet und kannst diese auch einsetzen. Wie viel du machen darfst, ist natürlich immer abhängig von den jeweiligen Ärztinnen und Ärzten. Ich habe das Blockpraktikum als angenehmen Start in das Semester empfunden.
Im 10. Semester warten außerdem die Fächer Pädiatrie, Allgemeinmedizin, Arbeits- und Sozialmedizin, Humangenetik, Umweltmedizin sowie Rehabilitation und Naturheilkunde auf dich. Hierbei hat die Pädiatrie auf jeden Fall den größten Anteil. Es warten wieder einige Vorlesungen und Seminare auf dich. Aber auch wenn einige Fächer vielleicht nicht so spannend klingen, kannst du einiges mitnehmen. Im Fach Arbeitsmedizin haben wir beispielsweise eine Betriebsbegehung gemacht, das war ziemlich interessant und hat sich fast schon wie ein Schulausflug angefühlt.
Die Klausuren zu den jeweiligen Fächern schreibst du in einem Prüfungsblock, der meist Ende Juni oder Ende Dezember stattfindet. Das Semester ist daher kürzer als ein reguläres Semester. Die Zeit wirst du aber auch brauchen, denn danach startet die Vorbereitung für das M2, der berühmte 100-Tage-Lernplan. Je nach dem, auf welches Datum dein M2 fällt, hast du nach Semesterende 90 – 120 Tage Zeit dafür. Du solltest jedoch auch genügend Pausentage einplanen, daher fangen viele bereits unter dem Semester mit dem Lernplan an. Hier bieten sich meiner Meinung nach die Fächer Pädiatrie, Humangenetik, Arbeits- und Sozialmedizin und Naturheilkunde an, da du diese Fächer sowieso für die Semesterklausuren lernen musst. Die Klausuren an sich sind wirklich gut machbar.
Ich habe versucht, das 10. Semester noch einmal richtig aufzusaugen. Die letzten Vorlesungen, die letzten Seminare, die gemeinsamen Mensaessen – es ist eben dein letztes richtiges Uni-Semester. Also versuche, diese Zeit trotz der Vorbereitung auf das M2 zu genießen und nochmal alles mitzunehmen, worauf du Lust hast!
Im 10. Semester stehen meist Pädiatrie, Allgemeinmedizin, Arbeits- und Sozialmedizin, Humangenetik, Umweltmedizin sowie Rehabilitation und Naturheilkunde auf dem Plan – mit Pädiatrie als größtem Anteil.
Studierende werden einer Hausarztpraxis zugeteilt und erhalten zwei Wochen lang praktische Einblicke. Wie viel sie selbst durchführen dürfen, hängt von der jeweiligen Praxis ab.
Nach dem Prüfungsblock am Semesterende starten viele direkt in den 100‑Tage‑Lernplan. Je nach Prüfungstermin bleiben etwa 90–120 Tage Zeit, weshalb viele bereits während des Semesters mit einzelnen Fächern beginnen.