PJ in der Inneren Medizin (Med IV) an der LMU
Sein erstes PJ-Tertial verbringt Lokalredakteur Alexander an der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV (Med IV) der LMU im Fachbereich Innere Medizin. Wie ein Tertial in der Med IV strukturiert ist und was dich dort erwartet, liest du hier.

Die Med IV ist eine von 5 internistischen Kliniken an der LMU. Fachlich ist sie wohl am breitesten aufgestellt. Unter ihrem Dach befinden sich die Fächer Endokrinologie, Angiologie, Geriatrie, Infektiologie, Nephrologie und die Rheumatologie. Der Großteil ihrer Abteilung befindet sich am Innenstadtstandort (Sendlinger Tor). Lediglich die nephrologische Station befindet sich am Standort Großhadern.
Alle PJ-Studierenden werden am ersten Tag von Herrn Dr. Angstwurm empfangen, der sich um alle organisatorischen Themen rund um das PJ kümmert. In dieser Funktion ist er sehr engagiert, organisiert zahlreiche PJ-Schulungen und bringt immer wieder neue Lehrkonzepte ein. Mit ihm erfolgt auch die Aufteilung auf die unterschiedlichen Rotationen innerhalb der Med IV, die folgenden Regeln folgt:
- Mindestens 10 Wochen sind auf Station zu absolvieren.
- 1 Woche in der zentralen Notaufnahme ist Pflicht.
- Der Rest der Zeit kann beliebig verteilt werden, z.B. durch eine Rotation in eine der Ambulanzen oder eine Rotation in die Sonographie.
Es gibt 5 Stationen, zwischen denen man in der Med IV wählen kann: Station 1a (Normalstation), Station 1b (Privatstation), Geriatrie, Nephrologie und Intensivstation. Auf Station besteht die Arbeit der PJ-Studierenden größtenteils darin, Patient*innen aufzunehmen (inkl. Anamnese und körperlicher Untersuchung) und Arztbriefe anzulegen. Meiner persönlichen Erfahrung nach sieht man auf Normalstation nicht so viele spannende Dinge. Aber das ist eben die Realität der Stationsarbeit, denke ich – und wird irgendwann vermutlich genau so auf uns alle zukommen.
Spannende Einblicke gibt es aber definitiv in den Ambulanzen der Med IV. Wer zum Beispiel Lust darauf hat, seltene Tropenkrankheiten zu sehen, ist in der Tropenambulanz richtig aufgehoben. Genauso bieten die Infektiologie- oder die Rheumatologie-Ambulanz interessante Einblicke in die Fächer der Med IV.
Die Woche in der Notaufnahme kann sehr unterschiedlich ausfallen. Auch dort besteht die Aufgabe vor allem darin, Neuaufnahmen zu anamnestizieren und körperlich zu untersuchen. Was darüber hinaus noch möglich ist, hängt stark davon ab, mit wem man ärztlicherseits eingeteilt ist und wie viel zu tun ist. Die einen sprechen jede einzelne Neuaufnahme durch, diskutieren das weitere Prozedere und begleiten dich sehr eng bei jedem Schritt. Bei anderen wiederum muss man sehr viel Eigeninitiative zeigen, um einen guten Eindruck davon zu gewinnen, wie die Notaufnahme funktioniert.
Neben der Zeit in der Notaufnahme lässt sich meist noch eine weitere einwöchige Rotation einplanen. Am beliebtesten ist die Sonographie, die uns Studierenden die Möglichkeit gibt, eine Woche lang den Umgang mit dem Schallkopf zu üben. Üblicherweise dürfen wir die Patient*innen „vorschallen“, bevor sie erneut ärztlich gesehen werden. Dabei kann man noch einmal über die Schulter schauen und von den Profis lernen. Aber auch andere Funktionsbereich lassen sich im Rahmen einer kurzen, meist einwöchigen Rotation kennenlernen. So kann man bei Interesse Diabetes-Schulungen begleiten und eine Menge über die Diabetes-Einstellung lernen. Auch gibt es die Möglichkeit, eine Woche lang in der Psychosomatik reinzuschnuppern – und vieles mehr.
Fazit
Die Med IV der LMU deckt eine unglaubliche Vielfalt an Themen der Inneren Medizin ab. Wer Lust hat, Verschiedenes aus vielen Bereichen kennenzulernen, ist hier genau richtig. Es ist und bleibt natürlich eine große Universitätsklinik und lässt sich nicht vergleichen mit einem kleinen Haus. Die Betreuung in der Med IV ist vermutlich weniger intensiv, dafür sieht man die volle Bandbreite internistischer Krankheitsbilder – seltenste Spezialfälle inklusive. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut und ich kann die Med IV auf jeden Fall weiterempfehlen.