Physikum – In 80 Tagen in die Klinik
Das Physikum, offiziell 1. Teil der ärztlichen Prüfung, oder auch kurz M1, ist wahrscheinlich eine der meistgefürchteten Prüfungen im gesamten Medizinstudium. Lokalredakteur Lennart hat sein Physikum im September 2023 geschrieben und seine Erfahrungen in einem Tagebuch festgehalten.

Vorab – Anmeldung & Formalitäten
Das Physikum. Keine Prüfung im Medizinstudium ist so berüchtigt wie diese. Zwei Tage schriftliche Prüfungen mit insgesamt 320 Fragen, dazu noch eine mündliche Prüfung von mehreren Stunden. Und abgefragt wird der ganze Stoff von vier Semestern. Alles auf den Punkt zu können, ist anstrengend. Und macht auch vielen Angst. Aber keine Sorge, es haben schon vor dir sehr viele geschafft und das wirst du auch. Die genauen Termine der schriftlichen Prüfung findest du auf der Website des IMPP. Allerdings ist eine gute Vorbereitung essenziell, schon aufgrund der großen Stoffmenge und der begrenzten Zeit.
Nun zur Anmeldung: Es gibt eine ganze Liste an Dokumenten, die du für das Physikum beim LASG (Landesamt für soziale Dienste) bzw. Landesprüfungsamt (LPA) einreichen musst. Dies kannst du entweder per Post machen oder, so wie ich es damals gemacht habe, während der Sprechstunden. Hierzu kam damals eine Mitarbeiterin des LASG/LPA an die Anatomie und hat im kleinen Hörsaal eine Sprechstunde angeboten, bei der wir unsere Unterlagen einreichen konnten. Die Termine wurden dabei über eine Excel-Tabelle der Fachschaft organisiert. In dieser kannst du auch deine Wunschgruppe fürs mündliche anmelden, in dem ihr euch zusammen anmeldet.
Auf der Website der medizinischen Fakultät finden sich alle Unterlagen bzw. Informationsschreiben bzgl. der Anmeldung:
Da gibt es einmal die „Bekanntmachung für M1 in Kiel“. Dieses zweiseitige Dokument beinhaltet eigentlich alle wichtigen Informationen, die du für die Anmeldung brauchst. Angefangen mit dem Meldeschluss, bis zu dem alle Unterlagen eingegangen sein müssen. In diesem Antrag findest du auch die Adresse, an die du die Unterlagen per Post senden kannst. Wenn du dir jetzt den Termin des Meldeschlusses anschaust, dann wirst du feststellen, dass dieser Termin vor dem Termin für die PsychSoz-Klausur liegt. Von den Nachholprüfungen des Kopftestats und von EKM ganz abgesehen. Mitunter fällt sogar noch die Biochemie-Klausur in diese Phase. Was nun also? Ganz einfach, dafür gibt es die Ausschlussfrist bzw. das Nachreichende. Bis zu diesem Termin musst du alle bei der Anmeldung noch ausstehenden Scheine beim LPA/LASG einreichen. Das macht die Fakultät aber automatisch, also mach dich da nicht verrückt. In der Bekanntmachung des LPA/LASG findest du auch Informationen fürs mündliche Physikum. Weiterführende Informationen hierzu findest du auch im Dokument der „Anmeldung zum ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M1) in Kiel“. In diesem findest du auch eine „Ausfüllhilfe“ für die Dokumente, die du einreichen musst.
Jetzt zu den offiziellen Dokumenten:
- Meldebeleg in grün: Diesen findest du auf der Website der Fakultät und dieser dient dazu, dass du deine persönlichen Daten ans IMPP (Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen) meldest
- Geburtsurkunde: Hier reicht eine beglaubigte Kopie. Solltest du geheiratet und sich dadurch dein Name geändert haben, dann musst du auch eine beglaubigte Kopie der Eheurkunde einreichen.
- Abiturzeugnis: Jep, auch dieses benötigst du noch einmal. Auch hier reicht aber wieder eine beglaubigte Kopie
- Studienverlaufsbescheinigung: Sollte eigentlich selbsterklärend sein, oder? Beachte jedoch, dass du ggf. bei einem Wechsel der Universität während der Vorklinik auch die Semester einer anderen Universität nachweisen musst.
- Wahlfach & Leistungsnachweis (Scheine): Die Note aus dem Wahlfach wird automatisch eingetragen, hier brauchst du dich um nichts zu kümmern. Auch die Scheine werden selbstständig von der Fakultät an das LPA/LASG gemeldet. Auch wenn es hier i.d.R. keine Probleme gibt, solltest du da zumindest einmal rechtzeitig nachprüfen, ob alle Leistungen im FactScience (Webservice) eingetragen sind.
- Bescheinigungen über Erste-Hilfe-Kurs & dreimonatiges Pflegepraktikum: Das Pflegepraktikum und die Erste-Hilfe-Ausbildung (hier reicht ein normaler BLS-Kurs) solltest du während der Vorklinik absolviert haben, die genauen Details findest du in diesem Dokument aufgeführt.
- Fotos: Am Ende musst du auch Fotos von dir (genauer gesagt deinem Gesicht) einreichen, was aber nicht verpflichtend ist. Diese sind eine reine Hilfe für das LPA/LASG für den Prüfungsablauf.
Wichtig: Bis zum Ende der Nachreichpflicht kannst du ohne Angabe von Gründen mit einem schriftlichen Antrag von der Prüfung zurücktreten. Allerdings musst du dich in diesem Fall beim nächsten Versuch neu anmelden.
Am Ende der Anmeldung erhältst du noch deine Nummer, die fürs schriftliche Physikum deine Sitzplatznummer ist. Also nicht vergessen. Du schaffst das!
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Woche 0 – Klausur Biochemie III
Mein Physikums-Lernplan startet direkt nach dem Kopftestat. Geschrieben hatte ich ihn aber schon vorher. Als Basis nutze ich den 60-Tage-Lernplan von via medici, du kannst aber auch jeden anderen Lernplan als Basis nutzen. Ich beschreibe in diesem Text meine Erfahrungen mit diesem System, also ist es vielleicht nicht zu 100 % miteinander vergleichbar, wenn du einen anderen Lernplan nutzt.
Ich fange also an zu lernen, aber nicht mit dem Lernplan, sondern für BC III. Die Praktikumsklausur in Biochemie steht noch an und für diese muss ich auf jeden Fall noch lernen. Ich komme gut voran, die Altklausuren laufen und am Ende der „nullten“ sieben Tage steht die BC III Klausur als bestanden in den Büchern und ich kann einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Physikum abhaken.
Woche 1 – PsychSoz + Klausur PsychSoz
Woche 1 des Lernplans beginnt, und das überraschenderweise mit PsychSoz. In meiner ursprünglichen Planung wollte ich eigentlich mit Anatomie anfangen, jetzt fange ich aber mit PsychSoz an. Sieben Tage reines Lernen anhand der Vorlesungsfolien und Endspurt-Skripte bzw. via medici und am Ende noch mehrere Altfragen bringen PsychSoz am Ende auch erfolgreich über die Bühne, auch wenn ich mit dem Fach während der ganzen vier Semester Vorklinik nie wirklich warm geworden bin. Egal, die Klausur ist bestanden und jetzt geht es los.
Woche 2 – Anatomie
Woche 2 im Lernplan startet und ab jetzt ist die nächste Prüfung nicht irgendeine Klausur, sondern wirklich das schriftliche Physikum. Auch wenn es noch viele Wochen von der eigentlichen Prüfung sind, steigt die unterbewusste Anspannung zumindest leicht an. Ab dieser Zeit bin ich jeden Tag im gleichen Rhythmus. Denn während Woche 0 und Woche 1 noch regelmäßig die Physiologen und Biochemiker mit Repetitoriumsseminaren eine gewisse Tages- & Wochenstruktur vorgegeben haben, ist dies ab jetzt passé, ab jetzt heißt es komplett eigenverantwortlich die Tage planen und lernen.
Mein Tagesablauf sah ab hier in etwa so aus. Morgens zwischen 07:30 und 08:00 Uhr aufstehen und fertig machen. Ab ca. 08:30 Uhr auf den Weg zur Unibibliothek machen, währenddessen ein Brötchen zum Frühstück holen oder alternativ vorher zu Hause einen Skyr essen. Um 09:00 Uhr morgens macht die Bibliothek auf und ich bin stehe sehr weit vorne in der Schlange. Anschließend gehe ich zu meinem angestammten Platz und beginne meinen Lernplatz einzurichten. Mein Laptop, Tablet, Federtasche, Post-Its in verschiedensten Farben, DIN-A5-Karteikarten, um sich bestimmte Sachen nochmal zu visualieren beim Lernen, bspw. Stoffwechselwege oder physiologische Zusammenhänge. Und die Endspurthefte des Tages nicht zu vergessen. Eine Tafel Schokolade (an stressigen Tagen auch mal zwei) sowie eine Trinkflasche runden das Ensemble ab.
Die ersten zwei bis drei Stunden verbringe ich normalerweise mit dem Kreuzen der Altfragen sowie der Aufarbeitung der nicht-gewussten Inhalte aus eben diesen Altfragen. Hier machen sich die Karteikarten gut, um sich die entsprechenden Mechanismen nochmal zu verdeutlichen. Mitunter muss für Anatomie auch schon mein Unterarm herhalten, um die Muskeln zu visualisieren. Ich war sehr froh, als sich dies nach ein paarmal duschen endgültig abgewaschen hatte, nicht, dass ich noch einen ungewollten Täuschungsversuch begehe…
Gegen die Mittagszeit gehe ich in der Regel in die Mensa II, die der Bibliothek passenderweise direkt gegenüberliegt. Ein kurzes Mittagessen und ein paar Minuten Pause an der frischen Luft um den Kopf freizukriegen später beginne ich mit den neuen Inhalten des Tages. Das bedeutet für mich das Lesen der via medici-Artikel, das Ergänzen bestimmter Inhalte in den Endspurt-Skripten aus via medici und mitunter auch das Aufschreiben auf den angesprochenen DIN-A5-Karteikarten. Zwischendurch sich immer wieder selbst abfragen rundet das Lernen ab. Worauf ich komplett verzichtet habe sind ANKI-Karten, die Rechnung für Nutzen und Aufwand hat sich für mich am Ende nicht ergeben.
Gegen 15-16 Uhr mache ich eine kurze Kaffeepause, hole mir in der cUBar der Universitätsbibliothek einen Kakao und meistens ein kleines Stück Kuchen und mache so ca. 30 Minuten Pause, einfach um den Kopf erneut freizukriegen.
Und danach geht es in die dritte große Lerneinheit des Tages. Die letzten Inhalte des Tages werden durchgearbeitet bis die Bibliothek um 22 Uhr (am Wochenende schon um 20 Uhr) schließt. Für mich bedeutet das also zusammenpacken und nach Hause laufen. Während des Heimwegs höre ich dann entweder den 5-Minuten-Harry-Podcast von coldmirror oder den Rechtsmedizin-Podcast von Prof. Tsokos aus Berlin (keine Werbung, finde beide einfach nur gut). Beim Lernen nebenbei höre ich übrigens klassische Musik ohne Text. Um nicht zu oft mit potenziell ablenkender neuer Musik berieselt zu werden höre ich auch fast ausschließlich das gleiche Album, eine fast 42h lange Playlist von Symphonien, eingespielt von den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan.
Zu Hause angekommen wird noch kurz Abendbrot gegessen, mit meiner besten Freundin telefoniert, um sich weiter Motivation und Stressresilienz zu holen, und dann geht es auch meistens sehr bald ins Bett
Inhaltlich beschäftige ich mich während der ersten Woche vor allem mit der allgemeinen Anatomie & Embryologie sowie den Extremitäten, der Leibeswand und dem Beckenboden sowie den inneren Köperhöhlen wie dem Verdauungssystem und den anderen abdominellen und thorakalen Organen, so wie es im 60 Tage Lernplan von via medici vorgegeben ist.
Woche 3 – Anatomie
Auch Woche 3 ist komplett Anatomie. Mittlerweile stehen Themen wie die Geschlechtsorgane und als Abschluss des Situs auch dessen Leitungsbahnen an. Anschließend folgen Kopf & Hals mit den entsprechenden Organen sowie die gesamte Neuroanatomie inkl. der funktionalen Systeme.
Das ist alles super viel Stoff und die meisten Lerntage sind auch einfach nicht an einem Tag zu schaffen. Für mich bedeutete entweder, dass ich nach dem Abendessen noch ein paar Stunden lerne, oder, dass ich Inhalte auf zwei Lerntage splitten muss.
Option eins, also abends noch etwas lernen, habe ich vor allem bei wenig Resten gemacht, sodass ich meistens vor Mitternacht im Bett war. Denn guter und vor allem ausreichender Schlaf ist wirklich wichtig im Physikum, sonst werden die vielen Wochen Lernzeit eine noch härtere Tortur als sie es ohnehin schon sind.
Option zwei, also das Splitten, ist auch eine Variante, die ich gerne gemacht habe. Vor allem wenn die Tage sehr lang wurden (später vor allem in Biochemie und Physiologie) hat sich das angeboten. Und genau für diesen Fall hatte ich mir einen Kniff überlegt: meine „Puffertage“. Diese Tage sind am Ende eines jeden großen Faches (also immer außer nach Physik & Biologie) eingeplant (nach Anatomie waren es sogar zwei), um eventuell auftretende Verzögerungen oder potenzielle Krankheitstage abfedern zu können. Insgesamt habe ich dadurch den Lernplan von 60 auf knapp 70 Tage gestreckt. Und bei Anatomie brauche ich diese Tage auch gleich, denn Anatomie ist wirklich super viel Stoff und kaum in der Zeit zu schaffen.
Ansonsten stellt sich währen der dritten Woche immer mehr Routine ein in der Organisation der Lernzeit und ich gewöhnte mich mehr und mehr daran viel in der Bibliothek zu sitzen und zu lernen. Auf das die nächsten sieben Wochen genauso erfolgreich laufen.
Woche 4 – Anatomie& Histologie
Woche vier, und damit der Endspurt in der Anatomie. Der letzte Anatomietag mit den neuronalen Systemen, Hirnhäuten & Gefäßen und dann geht es los mit Histo. Histo war nie mein Lieblingsfach, wohl auch, weil es mir nicht so leicht viel wie Anatomie oder Biochemie. Ich starten also Histo mit den Tagen zur Zelle und zur allgemeinen Gewebelehre und dann schon den spezifischen Geweben wie Nervengewebe, Herz & kardiovaskulärem System gefolgt von Blut, dem lymphatischen System und den Atmungsorganen. An Tag sechs und sieben der Woche folgen noch das Verdauungssystem, die endokrinen Organe und das Harnsystem.
Gegen Ende der vierten Woche merke ich, wie langsam aber sicher die Nervosität mehr und mehr steigt. Ich kann morgens beim Scrollen zum Lerntag schon den Zwischencheck erkennen, was für mich nahezu Halbzeit bedeutet. Trotzdem oder gerade deswegen bleibe ich bei meiner Routine und meinem Tagesablauf. Einzig Sport kommt in dieser Zeit leider absolut zu kurz, was hinsichtlich meines Schokoladenkonsums zumindest nicht völlig unangebracht wäre.
Woche 5 – Histologie, Biologie & Chemie
Mittlerweile bin ich in Woche 5 angekommen und Histo neigt sich dem Ende zu. Auch hier ist es gut, dass ich mir einen Puffertag eingeplant hatte, denn vor allem die Geschlechtsorgane und Haut & ZNS sowie die histologischen Techniken haben es echt in sich, das war viel Lernstoff. Ich splitte den Tag also, was auch bitter nötig ist. Jetzt bin ich endlich mit Histologie fertig und es geht weiter mit Biologie. Zwei kurze Tage, in denen ich mich vermeintlich „entspannen“ kann, denn Themen wie Zellorganisation, Genetik, Mikrobiologie & Ökologie sind recht einfach zu lernen. Zudem gibt es zu Biologie auch eher wenig Fragen im Physikum. Von daher: Zwei Tage eher entspanntes Lernen.
Nur ehe ich mich zu früh freue kommt gleich das nächste Fach um die Ecke: Chemie. Mit Chemie habe ich ein zwiegespaltetenes Verhältnis. Die eher physiklastige Anorganik fällt mir sehr leicht, hier bin ich sogar weit vor 22 Uhr mit dem Lernen fertig und kann früher nach Hause gehen. Den freien Abend nutze ich, um an der Kieler Förde ein wenig den Sonnenuntergang zu genießen (und mein Wohnheimzimmer aufzuräumen). Und dann kommt der zweite Teil von Chemie: Redoxreaktionen und Organik. Organische Chemie, mein Endgegner in Chemie. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, aber es gibt andere Themen in Chemie, die ich deutlich lieber mag, Komplexchemie zum Beispiel…
Auch hier muss ich mich durchkämpfen, und (erneut) macht sich hier der Puffertag positiv bewährt, den ich mir eingeplant hatte. Woche 5 schließt damit und ich bin mit Chemie durch.
Woche 6 – Zwischencheck & Biochemie
Woche 6 startet gleich mal mit dem Tag des Zwischenchecks. Diesen absolviere ich, ganz untypisch, nicht in der Bibliothek, sondern zu Hause am Schreibtisch, denn heute steht neben dem Lernen auch viel Haushalt an. Ich hatte vor Beginn des Physikumslernplans extra viel Haushalt gemacht, damit ich währenddessen möglichst wenig machen musste, aber allein die Wäschesituation zwingt mich dazu einen Tag dafür zu nutzen, um zumindest bis zum schriftlichen Examen auszukommen.
Das bedeutet also: Morgens etwas Haushalt, dann der Zwischencheck, und danach (außer Haushalt-Resten) nichts mehr machen. So zumindest der Plan.
Nachdem ich mit der ersten Fuhre Haushalt fertig geworden bin, setze ich mich also an den Zwischencheck und beginne zu kreuzen. Und kreuze, kreuze & kreuze. Am Ende sitze ich fast drei Stunden vor meinem Laptop, bis ich mich traue abzugeben. Allerdings traue ich mich nicht das Ergebnis anzuschauen, so nervös bin ich. Haben sich die bisherigen fünf Wochen gelohnt? Meine Lösung für die stressige Situation? Na klar, die beste Freundin via Facetime anrufen, damit sie dabei ist. Wir schnacken kurz und dann schaue ich auf das Ergebnis… und mein Handy fällt runter. Allerdings nicht vor Schreck, sondern weil der Zwischencheck echt gut lief. 92 % richtige Antworten hatte ich und bei den falschen Antworten waren auch viele Flüchtigkeitsfehler dabei. Alles in allem kann ich also wirklich zufrieden sein, oder?
Bin ich aber nicht, ganz im Gegenteil. Ja, 92 % sind super, definitiv, aber ich bekomme total Bammel, dass das nur Glück war und ich eigentlich trotzdem nichts kann. Statt also den Rest des Tages die eigentlich geplante Arbeit im Haushalt zu erledigen, fange ich an zu lernen und Sachen zu wiederholen.
In den nächsten Tagen sieht die Welt schon wieder rosiger aus. Ich starte mit Themen in Biochemie, zuerst mit Kohlenhydraten, danach mit Citratzyklus und Atmungskette. Anschließend folgen noch Lipide, Protein und die Enzymkinetik & Vitamine sowie die Grundlagen des Organstoffwechsels. Alles in allem ist Woche sechs eigentlich sehr erfolgreich, denn auch die Altfragen laufen erstaunlich gut. Zu gut, wie ich in Woche sieben erfahren werde…
Woche 7 – Biochemie & Querschnittsbereich
Woche 7 hat es ziemlich in sich. Gleich am ersten Tag stehe ich vor der Bibliothek, nur um zu erfahren, dass einerseits laute Renovierungsarbeiten stattfinden werden und andererseits ab jetzt diese am Sonntag geschlossen ist. Meine Tagesplanung ändert sich also und ich verlagere meinen Lernort ab jetzt in die Bibliothek im Juridicum. Zuerst kommen einige komische Blicke, da ich keine dicken Gesetzestexte, sondern nur dünne Hefte, Laptop & iPad dabei habe, aber sei’s drum, es geht ja immer noch um mein Staatsexamen. Und auch thematisch wird es ab jetzt anspruchsvoll. Auch wenn ich in Biochemie eigentlich immer echt gut war, die Themen wie Molekularbiologie der Nukleinsäuren sowie Translation, Onkologie & Gentechnik haben es in sich, schon allein aufgrund der extremen Stoffmenge. Obwohl ich für den Nukleinsäurentag sogar bis spät in die Nacht lerne werde ich nicht fertig und muss am Ende des Tages sogar einen Tag mehr als Puffertag nehmen, als ich für Biochemie eigentlich eingeplant hatte. Das resultiert darin, dass ich meinen Lernplan nicht ganz schaffen werde, die Generalproben werde ich also umplanen müssen.
An Tag fünf von Woche sieben starte ich mit dem Querschnittsbereich aus Physiologie & Biochemie. Extra dafür besorge ich mir noch das Heft für den QSB aus der 6. Auflage der Endspurt-Hefte, obwohl ich ansonsten mit der 5. Auflage gelernt habe. Es stehen Themen wie Ernährung und Verdauung (hier macht sich mein Wahlfach positiv bemerkbar) sowie die beiden Tage zur Endokrinologie an. Viel Stoff, aber ich schaffe die Lerntage innerhalb der angepeilten Zeit.
Woche 8 – Querschnittsbereich & Physiologie
Woche 8 und das Nervositätslevel liegt mittlerweile bei einer 8/10. Die Rücktrittsfrist, die ich mir extra im Kalender markiert hatte, ist abgelaufen, ich muss und werde also schreiben. Zunächst startet die Woche mit zwei Heimspielthemen für mich, die beiden Tage zum Blut und dem Immunsystem aus dem Querschnittsbereich. Beides Themen, die ich sehr gut kann, und entsprechend sehen auch die Kreuzergebnisse aus. Mir fällt aktuell immer mehr auf, wie wichtig auch solche Tage für die Motivation während des Physikums sind, wie viel Selbstvertrauen für die Prüfung diese Themen geben können.
Wo wir gerade von Motivation sprechen, beginnt nun mein „Angstfach“: Physiologie. Von den drei großen ganz klar das Fach, was ich am wenigsten mochte (im Vergleich zu Anatomie und Biochemie), aber gelernt werden muss es trotzdem. Und das wird es auch: Angefangen mit Themen wie Zellphysiologie und Herz über Kreislaufphysiologie, Atmung- & Energie zum Wasserhaushalt mit Elektrolyten & Nierenfunktion. Alles machbar, auch wenn es mir deutlich weniger Spaß bereitet als die bisherigen Tage. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass das schriftliche Physikum unaufhaltsam näher rückt und ich mittlerweile im gleichen Monat angekommen bin.
Woche 9 – Physiologie, Physik & PsychSoz-Repititorium
Es sind mittlerweile weniger als zwei Wochen vom schriftlichen Examen und die Nervosität ist auch bei einer 9/10 angekommen…
Zwar folgen jetzt in Physiologie nur noch „dankbare“ Themen mit Neurophysiologie, Muskulatur & Sensomotorik und die Sinnesorgane, aber den Puffertag für Physiologie muss ich auch noch in Anspruch nehmen, um Lücken zu schließen und damit bin ich mit den großen Fächern durch. Jetzt folgt noch Physik. Und für mich damit ein Bereich wo ich ein Heimspiel habe.
Während meiner Schulzeit habe ich an der Universität Hamburg ein Juniorstudium in Physik gemacht und das kommt mir jetzt zugute. Ich muss die Konzepte nicht mehr neu verstehen, sondern lediglich die Formeln auswendig lernen. Und ich plane Physik um. Statt drei Tage nach Lernplan mache ich 1,5 Tage Input und anschließend ca. 1 Tag nur Altfragen und wiederhole die Formeln, die ich vergessen habe. Alles in allem also einen halben Tag gespart, den ich sinnvollerweise für Einkaufen und Haushalt nehme. Und auch, um den Kopf freizubekommen….
Denn am nächsten Tag steht eine kleine Änderung an. Ich habe mich, da PsychSoz schon ewig her ist, dazu entschieden, drei Tage zum Repetitorium einzuschieben. Natürlich geht das zu Lasten der Generalproben, aber mir persönlich ist es wichtiger, fachlich gut vorbereitet zu sein, als strikt am Lernplan zu bleiben (was ich eh nicht gemacht habe). Und PsychSoz hat es in sich. Soziologie geht ja noch, aber Psychologie ist viel. Eigentlich zu viel, um alles in drei Tagen zu wiederholen, aber es muss sein.
Woche 10 – PsychSoz-Repititorium & Generalproben
Woche 10, das Physikum ist nächste Woche und ich habe noch keine einzige Generalprobe gekreuzt. Dafür sitzt PsychSoz aber wieder, zumindest halbwegs. Das muss reichen, ich fange also mit den Generalproben an, mitunter zwei an einem Tag, eine morgens und eine nachmittags. Dazwischen: Lange Mittagspausen mit Essen, Haushalt oder einem kurzen Ausflug mit dem Fahrrad an die Kieler Förde. So gehen die letzten Tage des Lernplans ins Land und die Probeexamina laufen auch echt gut, alle um die 85-90 %. Das reicht, muss es einfach. Und falls nicht, ändern kann ich es jetzt auch nicht mehr.
Den letzten Tag vor dem Physikum verbringe ich mit einer morgendlichen Generalprobe (der letzten), anschließend kurz Haushalt und dann bereite ich meine Tasche vor. Die Ladung fürs Physikum, meinen Personalausweis, mehrere angespitzte Bleistifte, zwei oder drei Radiergummis, zwei Anspitzer, einen Druckbleistift, zwei Kugelschreiber. Zwei Trinkflaschen, Brotdosen mit Snacks, Traubenzucker und Oropax. Und dann ist es so weit. Der letzte Abend vor dem Physikum. Ein langes Telefonat mit meiner besten Freundin, um sich die Nervosität von der Seele zu reden (mittlerweile definitiv bei 10/10) und anschließend noch ein leichtes Abendessen (bloß keine Bauchschmerzen in oder vor der Prüfung kriegen) und eine lange Dusche und dann geht es ins Bett. Zahlreiche Wecker werden gestellt um garantiert nicht zu verschlafen und das war’s.
Das war meine Vorbereitung aufs schriftliche Physikum. Morgen zählt es, morgen wird sich zeigen, wie gut ich wirklich bin und ob es wirklich gereicht hat.
Schriftliches Physikum
Tag 1: Ich wache noch weit vor meinem Wecker auf und gehe erstmal auf die Terrasse (klingt luxuriöser als es ist, die Terrasse sind nur vier Gehwegplatten vor der Eingangstür zu meinem Wohnheimzimmer im Erdgeschoss). Anschließend eine kurze Dusche, fertig machen, bequeme Kleidung anziehen, Tasche fertig packen, den Inhalt nochmal überprüfen und dann geht es los zum Physikum. Ich laufe den Weg, hab ich es doch nicht weit zum Prüfungsgebäude. Mein Handy bleibt zu Hause auf dem Schreibtisch liegen, genau wie damals beim Abitur. Am Eingang stehen schon einige meiner Kommiliton*innen und besprechen bestimmte Themen. Ich halte mich davon fern, einfach allein fokussieren und dann geht es los. Beim Einlass werden unsere Ladungen kontrolliert und wir kriegen unsere Prüfungshefte und -bögen. Und dann geht es los.
Vier Stunden lang werden Fragen zu Biochemie & Molekularbiologie, Chemie, Physik & Physiologie beantwortet, manchmal mitunter geraten, Skizzen erstellt, Rechnungen durchgeführt usw. Zwischendurch eine kurze Toilettenpause, was trinken, eine Kleinigkeit essen (natürlich hab ich viel zu viel mitgebracht) und dann ist es auch schon vorbei, der erste Tag vom Physikum. Ich gebe meinen Antwortbogen ab, das Heft darf ich mit nach Hause nehmen und dann war’s das auch. Zu Hause telefoniere ich noch mit meiner besten Freundin, rede mir den Stress von der Seele und dann geht es schon wieder ans Lernen, die letzten Details zu PsychSoz ins Gehirn hämmern, in der Hoffnung eventuell ein paar Punkte rauszuholen. Mit dem Vorsatz früh schlafen zu gehen breche ich daher…
Tag 2: Der zweite Tag der schriftlichen Prüfungen steht an und wieder wache ich vor meinem Wecker auf. Der Morgen verläuft wie am ersten Tag, bloß nicht die „Routine“ unterbrechen. Und dann sitze ich auf einmal wieder im Prüfungsraum und kreuze erneut 160 Fragen, dieses Mal zu Biologie, Histologie, Anatomie, Embryologie & PsychSoz. Dieses Mal bin ich, trotz einer längeren „Mittagspause“ in der Prüfung, deutlich eher fertig, trotzdem bleibe ich sitzen und überdenke meine Antworten nochmal. Nach vier Stunden gebe ich auch hier meine Antworten ab und verlasse den Prüfungssaal. Das war’s also, das schriftliche Physikum. Erleichterung auf der einen Seite, Unsicherheit ob es gereicht hat auf der anderen. Wir werden sehen.
Meine beste Freundin holt mich ab, versucht mich abzulenken, aber ich bin im Kopf noch nicht ganz da. Ich will erstmal nach Hause, meine Sachen ablegen und kurz was essen. Wir verabreden uns für den Abend und ich gehe nach Hause. Trotz gegenteiligem Vorsatz gebe ich meine Ergebnisse doch in den examensService von medilearn ein und… ich scheine bestanden zu haben. Beide Tage mit deutlich über 80 % anhand der vorläufigen Auswertung, ich bin aller Wahrscheinlichkeit durch. Jetzt nur noch das mündliche und dann ist es geschafft.
Nachdem ich den Abwasch der letzten Tage erledigt und mich umgezogen habe, fahre ich zu meiner besten Freundin, und wir lassen den Abend bei Pizza und einer Runde Hogwarts Legacy ausklingen. Für den Abend ist das Physikum und der Stress ganz weit weg, ganz, ganz, ganz weit weg.
Woche 11 – Anatomie & Histologie
Das schriftliche Physikum ist geschafft, aber das mündliche steht noch an. Dieses findet in Kiel NACH dem schriftlichen statt. Da meine beste Freundin sich von der Anmeldung für das Physikum zurückgezogen hatte, um ein Semester später zu schreiben (und es auch zu bestehen), wurde ich einer Gruppe zugelost und hatte Glück. Prüfung erst am Freitag, also etwas mehr Lernzeit als die Prüflinge am Montag. Entsprechend gehe ich den ersten Tag auch sehr entspannt an, mache mir in Ruhe einen Lernplan und organisiere ich mich. Über die Semestergruppe werde ich auf die Möglichkeit zum freien Lernen in der Histologie aufmerksam und das nehme ich gerne an. Zudem bitte ich meine beste Freundin mir immer wieder Fotos von histologischen Präparaten zu schicken, um meine „Organdiagnosefähigkeiten“ zu trainieren.
Die ersten zwei Wochen lerne ich als nur Anatomie, Histologie und ein bisschen Embryologie. Und ich wechsle die Informationsquelle. Für die standardisierten IMPP-Fragen war Endspurt super, aber fürs mündliche wechsle ich auf die Folien und meine Zusammenfassungen aus den Semestern, um die entsprechenden Schwerpunkte besser abbilden zu können. Ich wiederhole die Fächer und nehme ich die freien Histo-Übungszeiten war, den Präpsaal betrete ich aber nicht. Einerseits vertraue ich auf meine Fähigkeiten und Präparatekenntnis in makroskopischer Anatomie, andererseits habe ich im Physikum meine Kommiliton*innen eher gemieden, um mich nicht von deren potenziell anderer Schwerpunktsetzung beim Lernen verunsichern zu lassen. Und diesem Prinzip bleibe ich treu. Einen besonderen Schwerpunkt lege ich in Anatomie auf den Präpkurs und die klinische Relevanz der Strukturen.
Woche 12 – Biochemie & Physiologie
Woche zwei im Lernplan für das mündliche Physikum, Woche 12 insgesamt und die letzte Woche der gesamten Physikumszeit. Und langsam reicht es auch, bin ich ganz ehrlich. Seit April bin ich am dauerhaften Lernen, viele Stunden am Tag und wir haben jetzt Anfang September.
Die zweite Woche ist gekennzeichnet durch Biochemie & Molekularbiologie, sowie Physiologie. Und natürlich auch hier dem Querschnittsbereich. Physik und Chemie schaue ich mir gar nicht an, hier müssen meine Fähigkeiten als naturwissenschaftliche Basis ausreichen. Auch hier gliedere ich mich entlang der Vorlesungen der vier Semester, um einfach an den Themenschwerpunkten der Profs. zu bleiben. Auch Themen, die im schriftlichen Physikum als nicht relevant galten, schaue ich mir an, da sie in den Semestern gelehrt wurden und daher potenziell relevant sein könnten.
Den Abschluss dieser Woche bilden die alten Prüfungsprotokolle. Oder auch nicht. Denn statt mir zahlreiche Seiten alter Prüfungsprotokolle durchzulesen, worauf einzelne Prüfer potenziell Wert legen, schaue ich mir eine Auswertung der letzten Physikumsjahrgänge vor mir an, welche Themen häufig gefragt wurden. Und damit endet auch meine Vorbereitung aufs mündliche Physikum. Und meine Vorbereitung insgesamt. Ich packe noch meine Tasche für den nächsten Tag inkl. Kittel und dann geht es schlafen.
Mündliches Physikum
Es ist der 08.09.2023 und ich stehe um 07:15 vor dem anatomischen Institut der CAU und warte auf den Einlass. Meine Prüfungsgruppe ist bereits da und wir versuchen uns gegenseitig Mut zu machen, dass wir das schon schaffen werden. Um 07:30 ist Einlass, Ausweiskontrolle und wir werden zu unseren Plätzen auf dem Präpsaal gebracht, wo wir geprüft werden. Vor uns liegen schon die Präparate unter einem Tuch auf dem Seziertisch. Wir nehmen unsere Plätze an den Mikroskopen ein und dann erscheint unsere Prüfungskomission. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde beginnen wir Reihum mit den Prüfungen immer im Wechsel, Anatomie, Biochemie & Physiologie.
Während die anderen Studierenden geprüft werden sitze ich am Mikroskop und mache meine Histologie-Zeichnungen mit den zugehörigen Beschriftungen. Anatomie läuft ganz gut bei mir, vor allem Neuroanatomie. In Biochemie kann ich sogar so sehr glänzen, dass der Prüfungsvorsitz die Prüferin unterbrechen und auf die deutliche Überschreitung der Zeit hinweisen muss, da wir uns so sehr im Fachgespräch verloren hatten. Auch Physiologie läuft gut und in den letzten Minuten, die wir in Histologie geprüft werden (was praktischerweise auch unsere sog. Praktische Aufgabe ist) erfahre ich, dass ich mit beiden Organdiagnosen richtig lag und kann auch hier noch mit dem Detailwissen aus mehreren schlaflosen Nächten (trotzdem nicht zu empfehlen) punkten.
Wir werden vom Präpariersaal geschickt, während unsere Prüfungskommission sich bespricht und anschließend wieder hereingebeten und erfahren hier unsere mündlichen Noten. Und damit ist es offiziell, ich habe mein Physikum bestanden, habe die Vorklinik erfolgreich abgeschlossen und darf ab dem Winter in die Klinik. Es ist Freitag, der 08.09.2023, 12:30 Uhr am Anatomischen Institut der CAU Kiel und ich habe mein Physikum bestanden. Erleichtert packe ich meine Sachen zusammen und fahre zu meiner besten Freundin und wir lassen den Abend erneut bei Pizza und Hogwarts Legacy ausklingen.
Finale at last & Resümee
Was bleibt mir zu sagen? Das Physikum war eine seeeehr anstrengende Zeit und ich habe auch mehr als einmal an mir selbst gezweifelt, ob ich wirklich gut genug bin. Bin ich, definitiv, das hat mein Prüfungsergebnis mir wiedergespiegelt.
Für mich geht es am Samstagmorgen noch zur Blutspende, und am Montag danach schließlich für zwei Wochen nach Island, wo ich eigentlich nach dem Abitur schon hin wollte, was aber aufgrund von Corona nicht möglich war. Und nach den zwei Wochen in Island geht es noch für 10 Tage Freunde besuchen und gemeinsam in den Schweizer Alpen wandern.
Zusammengefasst: Ja, das Physikum ist eine extremst anstrengende Zeit, aber es lohnt sich, sich da durchzubeißen und es ist auch nicht unmöglich, sondern gut schaffbar. Es haben so viele vor dir geschafft und du wirst das auch schaffen. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem kleinen „Tagebuch“ ein wenig weiterhelfen. Wir sehen uns in der Klinik!
Für die Anmeldung beim LPA/LASG sind u. a. Meldebeleg, Geburtsurkunde, Abiturzeugnis, Studienverlaufsbescheinigung, Nachweise über Erste‑Hilfe‑Kurs und Pflegepraktikum sowie beglaubigte Kopien erforderlich.
Viele Studierende nutzen strukturierte Lernpläne über 60 bis 80 Tage. Puffertage helfen, Verzögerungen oder Krankheit auszugleichen.
Es besteht aus zwei Prüfungstagen mit insgesamt 320 Multiple‑Choice‑Fragen zu Anatomie, Biochemie, Physiologie, Chemie, Physik, PsychSoz, Biologie und Histologie.