Anzeige
Gießen: Justus-Liebig-Universität

Zwischen Lernplan und Nervenzusammenbruch – was uns im Physikum wirklich geholfen hat

Lilli Kleinheinrich

Dein Physikum steht bald an? Hier teilen drei Absolventinnen ihre persönlich besten Tipps.

Lerngruppe Physikum Medizinstudierende
© Geber86/stock.adobe.com - Stock photo. Posed by models.

In den folgenden Zeilen möchte ich euch gerne eine Sammlung der besten Tipps präsentieren, um das Physikum erfolgreich zu meistern. Beim Schreiben dieses Artikels habe ich mich einerseits an meine eigene turbulente Vorbereitungszeit erinnert, andererseits aber auch einige Freunde gefragt, denn kaum etwas ist so individuell wie die Vorbereitung auf ein Staatsexamen.

Ich hoffe, wir können euch mit unseren Tipps ein wenig Orientierung im Physikumsdschungel geben und euch vielleicht auch etwas Mut und Zuversicht für die kommende Zeit mit auf den Weg geben. Den Anfang macht Thekla, danach erzählt Denise von ihrem Physikum und am Ende ich, Lilli.

Thekla, Physikum Frühjahr 2026

Es ist so wichtig, sich Pausen fest einzuplanen und diese auch einzuhalten! Natürlich fällt es schwer, sich dann auch wirklich vom Lernen zu distanzieren, aber es hilft ungemein. Ich konnte mich nach den Lernpausen oft viel besser konzentrieren und war auch froh, mir noch einige andere Dinge in der Physikumszeit vorzunehmen, die absolut nichts mit dem Lernen oder der Medizin zu tun hatten.

Wenn ihr Anki auch gerne mögt, nutzt das Ankiphil-Deck zur Wiederholung während des Lernplans. Anstatt das ganze Deck zu machen, lohnt es sich auch, damit gezielt vor allem Themen zu wiederholen, die euch persönlich schwerfallen oder ganz oft gefragt werden!

Ich kann auch nur empfehlen, sich zur Vorbereitung auf das mündliche Physikum mit der Prüfungsgruppe zu treffen. Man gibt sich gegenseitig Halt, kann sich Mut machen und auch mal trösten. Es tut gut, nachdem man durch das Schriftliche schon ordentlich geschafft ist, die letzten anstrengenden Tage in Gemeinschaft durchzustehen.

Lasst euch bitte nicht von einem nicht ganz so guten Gefühl nach dem Schriftlichen einschüchtern. Im Endeffekt erinnert man sich viel stärker an die Fragen, die schwierig waren oder die man vielleicht falsch beantwortet hat. Das verfälscht den Eindruck, und das Ergebnis ist meist viel besser, als man es sich selbst einredet.

Falls euch Physik oder auch eines der anderen kleinen Fächer schwerfällt, kann ich empfehlen, dort nur das zu üben, was sehr oft drankommt, und ansonsten mit dem Fach nicht zu viel Zeit zu „verschwenden“. Da lohnt es sich oft doch viel mehr, noch Zeit in Psychologie & Soziologie zu investieren, da man dort sehr viele Punkte sammeln kann.

Und zuletzt: Vor allem locker bleiben! Es ist viel und anstrengend, aber es ist absolut machbar. Es klingt zwar doof und hilft sicherlich auch nur bedingt in dieser Situation, aber es haben schon Tausende vor euch geschafft und bald gehört ihr auch dazu!

Ich hoffe, meine Tipps können euch ein bisschen weiterhelfen!

Erfolgreich Medizin studieren!
Mit via medici.

© Jacob Lund/stock.adobe.com - Stock photo. Posed by models

Egal ob Human- oder Zahnmedizin, Modell- oder Regelstudiengang – via medici ist dein perfekter Lernpartner im Studium.

Es erwarten dich:

  • Volle Prüfungssicherheit
  • Strukturiert statt überwältigt
  • Zugriff auf viele Thieme Bücher

Denise, Physikum Frühjahr 2026

Mir hat es sehr geholfen, mir an einem Tag der Woche etwas Schönes vorzunehmen. Ich war zum Beispiel mal Schlittschuh laufen, das hat mir sehr gutgetan!

Beachtet euren Biorhythmus! Es macht überhaupt keinen Sinn, früh aufzustehen und sich zu zwingen, die erste Lerneinheit um 7 Uhr zu starten, wenn man sonst immer der Typ Nachteule war. Es bringt nichts, unkonzentriert und nicht richtig wach am Schreibtisch zu sitzen, wenn man in dieser Zeit auch noch ein paar wertvolle Stunden Schlaf hätte sammeln können. Ich war sowieso meist bis zum späten Abend mit dem Lernen beschäftigt, da habe ich dann am nächsten Morgen gerne ausgeschlafen.

Macht euch keinen Kopf, wenn eure Vorbereitungszeit nicht so abläuft, wie es einige Medfluencer zu propagieren versuchen. Für viele ist die Zeit schwer, anstrengend, alles andere als gesund und auch frei von irgendeiner Work-Life-Balance. Ich habe mich anfangs auch schlecht gefühlt, weil ich die Vorbereitungszeit nicht so gesund und reibungslos hinbekommen habe, wie es andere vorgeben zu tun. Bitte macht euch davon frei! Es sind nur einige Wochen, es geht vorbei und es ist ganz normal, dass auch mal Ausnahmezustand herrscht.

Überlegt euch vorher, welcher Lernplan gut zu euch selbst passt und lasst euch nicht so sehr davon beeinflussen, womit andere lernen. Der eigenen Intuition zu folgen, ist immer noch am besten. Ich kam beim Ausprobieren von anderen Lernplänen nicht gut klar, vor allem das Lernen mit Stichpunkten ohne Fließtext war nichts für mich. Viele andere waren damit aber sehr zufrieden. Ich habe mich am Ende für den via medici-Lernplan entschieden. Hört einfach auf euer Bauchgefühl.

Konzentriert euch fürs Mündliche auf die Lieblingsthemen eurer Prüfer und versucht auf keinen Fall, noch mal alles zu wiederholen. Vertraut auf euer Können nach dem Schriftlichen – ihr wisst durch den Lernplan so viel mehr, als ihr denkt! Das Mantra, dass ich viel gelernt habe und viel weiß, hat mir besonders in den letzten Tagen vor den beiden Prüfungen sehr geholfen. Wenn ihr diesen Artikel lest und euch so intensiv mit dem Thema beschäftigt, dann macht ihr schon wirklich sehr viel, und es wird alles gut laufen, davon bin ich überzeugt!

Lilli, Physikum Frühjahr 2026

Anzeige

Goldwert war für mich wirklich, intensiv an meiner mentalen Einstellung zu arbeiten und auf meine psychische Gesundheit zu achten. Ich habe viel Kraft dafür aufgebracht, mich selbst davon zu überzeugen, dass das Staatsexamen nicht schlimm ist, ich das schon schaffen werde, wenn ich mich kontinuierlich vorbereite, und dass es das Wichtigste ist, entspannt und locker zu bleiben. Ich habe versucht, einfach so zu tun, als wäre es eben nur eine weitere Prüfung der Vorklinik. Das war am Anfang natürlich sehr komisch, aber mit der Zeit habe ich diese Einstellung wirklich innerlich angenommen und die gesamte Zeit sehr davon profitiert. Durch diese mentale Arbeit konnte ich die Lerntage gelassen angehen und hatte insgesamt nur zwei oder drei schlimme Tage.

Lernt so früh wie möglich mit dem Ankiphil-Deck. Ich habe selbst zu Beginn des vierten Semesters damit angefangen, Karten zu lernen, und habe auch während des Lernplans kontinuierlich damit weitergemacht. Das war entlastend, denn so konnte ich an Tagen mit wenig Motivation oder Kraft auch mal weniger Kapitel lesen, da ich sichergehen konnte, dass die wichtigsten Inhalte auch im Ankiphil-Deck vorkommen. Bei knapp bemessener Lernzeit kann ich besonders den Anatomie- und Biochemie-Stapel empfehlen, da die beiden Fächer am meisten von regelmäßiger Wiederholung profitieren.

Macht euch nicht fertig, wenn es mal Tage gibt, an denen wenig oder auch gar nichts in den Kopf geht. Macht dann einfach Pause! Rückblickend gesehen haben die Handvoll Tage, an denen ich mich mehr ausgeruht als gelernt habe, mein Physikum kaum beeinflusst. Stattdessen haben sie dazu beigetragen, mental gesund zu bleiben und wieder etwas Energie zu tanken.

Abschließend bleibt uns zu sagen: Wir wünschen euch ganz viel Erfolg und auch das nötige Quäntchen Glück! Vertraut auf euer Wissen aus vier Semestern Vorklinik, unzähligen bestandenen Klausuren und einer intensiven Vorbereitungszeit, bald habt ihr es geschafft!

Häufige Fragen und Antworten

Plane feste Pausen ein – und halte sie auch ein. Erholung verbessert langfristig die Konzentration. Achte außerdem auf deinen Biorhythmus: Lerne zu den Zeiten, in denen du wirklich leistungsfähig bist, statt dich zu unproduktiven Routinen zu zwingen. Einzelne schwache Tage sind normal und kein Problem.

Setze auf Wiederholung und Priorisierung: Tools wie Ankiphil können helfen, vor allem bei häufig geprüften oder schwierigen Themen. Konzentriere dich auf Inhalte mit hoher Prüfungsrelevanz und verliere dich nicht zu sehr in „kleinen“ Fächern. Wichtig ist auch, einen Lernplan zu wählen, wie zum Beispiel den Lernplan von via medici.

Ein unsicheres Gefühl nach der Prüfung ist normal, da man sich besonders an schwierige Fragen erinnert. Meist fällt das Ergebnis besser aus als erwartet. Arbeite bewusst an deiner mentalen Einstellung, suche Austausch (z. B. in der Prüfungsgruppe) und vertraue auf dein Wissen – du hast dich über Monate vorbereitet.

Anzeige