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Freiburg: Albert-Ludwigs-Universität

Das erste Jahr in Freiburg – ein Rückblick zum Semesterstart

Janina Abt

Wie war es, vor einem Jahr als Ersti in Freiburg zu starten? Und welche Tipps haben den Einstieg erleichtert?

Es ist Anfang September, die Vorbereitungen für die Ersti-Woche 2025 sind in vollem Gange, und gleichzeitig neigt sich für viele von uns bereits das erste Jahr des Medizinstudiums dem Ende zu. Ein guter Zeitpunkt für einen kleinen Rückblick, wie ich finde.

Vor fast genau einem Jahr, Anfang August, flatterte die Zusage für das Medizinstudium in Freiburg in mein E-Mail-Postfach. Die Wochen danach waren geprägt von freudiger Erwartung, unzähligen „Was-wird-sein?“-Gedanken und immer wieder einschleichenden Zweifeln: „Was, wenn ich das gar nicht schaffe?“ Gedanken, die wohl viele Medizinstudierende im Laufe der Zeit kennenlernen.

Anfang Oktober ging es dann endlich los – das Warten hatte ein Ende. Der erste Uni-Tag, ein Freitag, und damit die Einführungsveranstaltung, stand endlich vor der Tür. Gemeinsam mit fast 400 weiteren Erstis ging es in den Hörsaal Anatomie. Eine überwältigende und zugleich spannende Erfahrung, wenngleich ich persönlich Veranstaltungen mit etwas weniger Gedränge bevorzuge.
Begrüßt wurden wir von unserer Dekanin, Frau Prof. Dr. Thierauf-Emberger, und den Leuten aus der Fachschaft. Es gab motivierende Worte, kleine Anekdoten und die ersten Empfehlungen für die nächsten Wochen – ein schöner Empfang und der Start in eine sehr spannende neue Lebensphase.

Die Ersti-Woche in Freiburg

Am Wochenende fanden viele verschiedene Veranstaltungen statt – vom Kennenlernen mit den Studiengangskoordinator*innen bis zum Bierpong im Park war für alle etwas dabei. Eine gute Möglichkeit, die ersten Kontakte zu knüpfen und einen ersten Eindruck der neuen Heimat zu gewinnen.
In diesem Jahr wird das Programm für unsere Erstis sogar noch deutlich ausgeweitet – es wartet eine ganze Woche voller spannender Aktivitäten.

Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Die Uni bietet mit MediMate ein Buddy-Programm an, bei dem man zu Beginn des Semesters eine*n Mentor*in aus einem höheren Semester zugeteilt bekommt und somit einen Ansprechpartner für alle Fragen hat – eine Anmeldung zu Semesterbeginn lohnt sich!

Mir hat das Mentor*innenprogramm vor allem in Prüfungsphasen enorm geholfen. Meine Mentorin war damals schon am Ende der Vorklinik und hatte viele gute Tipps – zu Lernmedien, relevanten Inhalten und auch manches ermutigende Wort.
Und ganz ehrlich? Es gibt nichts Motivierenderes als zu sehen, dass andere – in einer sehr ähnlichen Situation – die Klausuren bereits erfolgreich gemeistert haben.

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Die erste Uni Woche

Am darauffolgenden Montag gingen dann die offiziellen Veranstaltungen los. Bei uns waren es damals die Physiker*innen, die unsere erste Vorlesung halten durften – und auch wenn Physik sicherlich nicht jeder*m in der Schule gefiel, so kann man doch behaupten, dass diese Vorlesung sich lohnt.
Prof. Dr. Fischer gibt sich große Mühe, die behandelten Themen anschaulich und – wo möglich – mit Demonstrationen zu präsentieren. Kein Wunder also, dass in den ersten Wochen der Hörsaal aus allen Nähten platzt und viele Studierende anfangs mit Treppenplätzen vorliebnehmen müssen. Keine Sorge – das legt sich mit der Zeit.

Zugleich begannen auch die ersten Praktika, und auch wenn einige nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig sind, gab es doch immer wieder kleine Highlights, die den Tag auflockerten.
So findet sich zum Beispiel hinter dem Lehrgebäude der Biologie ein kleiner Botanischer Garten, der an warmen Herbsttagen zu einer kurzen Auszeit einlädt.
Besonders freuen durften wir uns zudem während der Zeit des Freiburger Weihnachtsmarkts, denn die ein oder andere Veranstaltung endete durchaus mal früher, um eine kleine Runde über den Markt zu ermöglichen.

Die erste Klausurenphase

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Neben Vorlesungen, Praktika, fleißigem Mitlernen und der ein oder anderen Party am Wochenende verflog die Zeit nur so.
Im Dezember stand dann schon die erste Prüfung an – Terminologie – eine der dankbarsten Prüfungen in der Vorklinik, wie ich behaupten würde.
Der Lernaufwand ist überschaubar, die Durchfallquote gering – und das Gefühl, wenn wenig später der erste Schein bestanden ist … unbeschreiblich!

Die Winterpause naht, und somit auch schon fast das Ende des ersten Semesters. Nach einer kurzen Verschnaufpause fanden im Januar nur noch wenige Veranstaltungen statt. Höchste Zeit, mit der Klausurvorbereitung zu starten.

Die erste Klausurenphase im Medizinstudium würde ich persönlich als kleine Achterbahnfahrt beschreiben – viel gelernt, und trotzdem war es gefühlt immer zu wenig …
Aber keine Sorge: Dank Altfragen und kleiner Tipps der Professor*innen und Kommiliton*innen klappt es trotzdem.

Von unserer Fachschaft, genauer der Anki-AG, gibt es zudem für fast alle Klausuren der Vorklinik passende Anki-Decks.
Teilweise haben sich sogar Professor*innen inhaltlich beteiligt. An dieser Stelle ein Lob an die Anatomie – denn hier ist wirklich eine enorme Lernhilfe mit Anki entstanden, sodass es keiner eigenen Karten bedarf und sofort gelernt werden kann.

Die wohlverdienten Semesterferien – oder fast

Die wohlverdienten Semesterferien kamen schließlich schneller als gedacht, und während man noch gar nicht richtig realisieren konnte, überhaupt im Studium zu sein, war das erste Semester bereits geschafft.
Für einige stand noch ein letzter Sprint mit dem Chemie-Ferienkurs an, andere durften einen Teil ihres Pflegepraktikums absolvieren.
Aber allen gemein war wohl auch der langsame Einstieg ins Lernen für die Bioklausur, die zumeist in der ersten Woche des Sommersemesters ansteht.

Diese Phase empfand ich als besonders stressig, denn die Klausurthemen waren sehr weit gefasst, die Vorlesungsfolien zahlreich und die Buchauswahl nahezu endlos.
Ich habe mich die ersten Wochen eher in Lernmaterial verloren, anstatt sinnvoll zu lernen. Mit der passenden Lernmethode hat es dann aber am Ende doch ganz gut geklappt.
Hier lohnt es sich, zu Beginn eine gut verständliche Quelle zu wählen und diese konsequent bis zum Ende zu nutzen.

Fazit: Genießt den Anfang

Bis zur Klausurenphase ist aber glücklicherweise noch etwas Zeit.
Ich wünsche allen Erstis einen wundervollen Start in Freiburg. Genießt die freie Zeit, ihr habt im Semester noch genug Zeit zum Lernen.

Häufige Fragen und Antworten

Die Ersti-Woche bietet zahlreiche Veranstaltungen – vom Kennenlernen mit Studiengangskoordinatorinnen bis zu Freizeitaktivitäten wie Bierpong im Park. Sie ist eine ideale Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und die neue Umgebung zu entdecken. Außerdem gibt es das MediMate-Buddy-Programm, bei dem Erstsemester einen Mentor*in aus höheren Semestern erhalten, um den Einstieg zu erleichtern.

Die erste Prüfungsphase kann stressig sein, aber Altfragen, Tipps von Professor*innen und Anki-Decks der Fachschaft sind eine große Hilfe. Besonders für Anatomie gibt es fertige Lernkarten. Wichtig ist, früh mit der Vorbereitung zu beginnen und sich auf eine verständliche Lernquelle zu konzentrieren, um nicht in Materialvielfalt zu verlieren.

Neben organisatorischen Dingen lohnt es sich, das Buddy-Programm zu nutzen und sich mit dem uni-spezifischen Lernplan auf via medici vertraut zu machen. Außerdem empfiehlt der Artikel, den Anfang zu genießen, bevor die Klausurenphase beginnt – Freizeit und soziale Kontakte sind genauso wichtig wie Lernen.

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