Der Wahlfachmittwoch an der HHU
Medizinstudium mittwochs mal anders? Warum Du in Düsseldorf schon ganz früh die Möglichkeit erhältst, deinen Horizont zu erweitern und in spannende, auch fachfremde Bereiche hereinzuschauen.

Heute soll es um ein Thema gehen, das das Medizinstudium in Düsseldorf ein wenig von anderen Städten abgrenzt: den Wahlfach-Mittwoch.
Jetzt denkt ihr vielleicht: „Ein gewisses Maß an Wahlmöglichkeiten werde ich ja wohl in jedem Medizinstudium haben.“ Da habt ihr auch grundsätzlich erstmal recht, denn die Approbationsordnung sieht vor, dass sowohl vor dem ersten als auch vor dem zweiten Staatsexamen jeweils ein benotetes Wahlfach belegt werden muss (vgl. Approbationsordnung § 2, Absatz 8).
An der HHU ist das Ganze aber ein bisschen besonders, denn hier wird mit den Wahlfächern bereits im zweiten Studienjahr begonnen. Das bedeutet, ab dem dritten Semester habt ihr bis zur Äquivalenzprüfung des ersten Staatsexamens, welche in Düsseldorf erst nach dem sechsten Semester abgenommen wird, mittwochs keine festgelegten Univeranstaltungen. Dafür müsst ihr in diesen vier Semestern insgesamt acht Wahlfächer belegen. Hier bietet die Uni Düsseldorf ein vielseitiges Wahlfachangebot an, das in den vorlesungsfreien Zeiten in einem – zugegebenermaßen manchmal stressigen – First-Come-First-Serve-Prinzip gewählt wird. Dazu wird vor der Wahl eine große Excel-Liste per Mail verschickt, auf der genau draufsteht, welche Wahlfächer angeboten werden. Außerdem erhaltet ihr Informationen darüber, wie viele Plätze es gibt, ob es in Präsenz oder online stattfindet und für welche Jahrgänge es jeweils vorgesehen ist. Insgesamt umfasst das Wahlcurriculum etwa zehn Prozent des Studiums.
Es gibt Wahlfächer, die ein Semester lang jeden Mittwoch stattfinden, bei anderen Angeboten ist es so, dass es einmal im Monat längere Termine gibt, wieder andere finden als Blockseminar in der vorlesungsfreien Zeit oder an Wochenenden statt. Dadurch hat man als Studierender eine gewisse Flexibilität, denn ist es theoretisch möglich, ein Semester lang kein Wahlfach mittwochs zu wählen, sodass die Zeit dann zum Nacharbeiten, Erwerbsarbeiten oder zum Entspannen genutzt werden kann. Zudem gibt es auch keine Begrenzung, nur zwei Wahlfächer pro Semester wählen zu können. Deswegen empfehlen einige ältere Studierende in den ersten Semestern mehr Wahlfächer zu absolvieren, damit man dann im Physikumssemester etwas mehr freie Zeit zum Wiederholen hat.
Zusätzlich gibt es die Voraussetzung, dass vier der acht Wahlfächer medizinisch sein müssen, sie also von der Medizinischen Fakultät angeboten werden. Die anderen vier Wahlfächer können auch nicht-medizinisch sein. Das bedeutet, dass auch Kurse von anderen Fakultäten oder Sprachkurse belegt werden können, wodurch man die Chance hat, mal in einen ganz anderen Bereich hineinzuschnuppern oder anderen persönlichen Interessen neben dem Medizinstudium mehr Zeit zu widmen.
Nach dem ersten Staatsexamen müssen in der Zeit bis zum einschließlich neunten Semester nochmals sechs Wahlfächer belegt werden, hiervon dürfen erneut maximal zwei nicht-medizinisch sein. Wieder gilt, dass mindestens eins der sechs Wahlfächer benotet sein muss.
Ich persönlich finde es total schön, dass man in der Woche einen Tag hat, an dem es nicht klassisch um die jeweiligen Blockinhalte geht, sondern man ein bisschen über seinen Tellerrand hinausblicken kann. Zudem habe ich auch schon sehr gute Erfahrungen damit gemacht, in der vorlesungsfreien Zeit ein Wahlfach im Block zu belegen. So kann man sich intensiv über ein paar Tage mit einem Thema beschäftigen und entweder wählt man das Wahlfach zusammen mit einem befreundeten Studierenden oder man lernt nette neue Leute aus anderen Semestern und teilweise auch anderen Fachrichtungen kennen.
Zuletzt möchte ich euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben: Ihr könnt euch, wenn ihr vor dem Medizinstudium schon ein anderes Studium angefangen habt, auch Wahlfächer, meistens dann nicht-medizinische, anrechnen lassen. Wichtig ist, dass es Kurse waren, die einem gewissen Stundenumfang entsprechen. Dafür müsst ihr das vorangegangene Studium auch nicht beendet haben, sondern lediglich den einzelnen Kurs abgeschlossen haben. Theoretisch können auch immer mehr Wahlfächer als die erforderte Anzahl belegt werden. Falls ihr also viele Kurse interessant findet, euch nicht entscheiden könnt und die zeitliche Kapazität habt, sind euch dahingehend keine Grenzen gesetzt.
Ab dem dritten Semester gibt es mittwochs keine festen Veranstaltungen. Stattdessen müssen bis zur Äquivalenzprüfung acht Wahlfächer belegt werden – vier davon medizinisch.
Die Wahl erfolgt per Excel-Liste im First-Come-First-Serve-Prinzip. Dort findest du Infos zu Terminen, Plätzen und ob das Fach online oder in Präsenz stattfindet.
Er schafft Flexibilität: Du kannst die Zeit für Nacharbeit, Nebenjobs oder Entspannung nutzen. Außerdem kannst du über den Tellerrand schauen und auch nicht-medizinische Kurse belegen.