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Düsseldorf: Heinrich Heine Universität

Ankis, Angst und Aufatmen: Eine Klausurenphase im Düsseldorfer Modellstudiengang

Eline Meijer

Wie fühlt sich eine Klausurenphase im Medizinstudium an der HHU an? Die folgenden Zeilen versuchen genau die Momente zu beschreiben, die am Ende eines jeden Themenblocks anstehen – von der Prüfungsvorbereitung bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse und darüber hinaus.

Poetry
© cirquedesprit/stock.adobe.com - Stock photo.

Nach Präpkurs und Seminar

wird die Freizeit langsam rar.

Die Oase platzt aus allen Nähten,

erreicht Maximalkapazitäten.

Der WhatsApp Chat läuft richtig heiß,

geht manchen mächtig auf den Geist.

Dann wissen alle, es ist soweit,

an der HHU ist Klausurenzeit.

Wenn man alles hinterfragt,

und da doch ein kleiner Wille erstarkt,

durchzuhalten, durchzuziehen,

nicht mehr vor den Ankis zu fliehen.

Ist „Wir schaffen das” der richtige Spruch,

und verhindert manchen Zusammenbruch.

Wird Kuchen backen zum Coping-Plan,

zum Ausgleich geht‘s auf die Laufbahn.

Doch jeder Marathon hat auch ein Ziel,

und kaum versehen, schon sitzt du hier.

Teils in 3A, teils auch im Ersatzhörsaal,

stehen nun alle vor der gleichen Wahl:

Was ist richtig, wo setze ich das Kreuz?

Für was entscheide ich mich heut‘?

Nehme ich A oder lieber B?

Im Zweifel ist’s doch eh immer D?!

Dann ist die Zeit um, der Spuk vorbei;

endlich sind wir alle frei.

Vor dem Roy treffen wir den Rest

und feiern gleich ein großes Fest.

Kameras knipsen, Korken knallen,

langsam lassen wir uns fallen.

Gemeinsam genießen wir die Zeit,

bis auf einmal jemand schreit:

„Lösungsschlüssel ist vorhanden“

Habe ich jetzt bestanden?

Das Auszählen geht los, der Puls, er steigt,

hoffentlich hab ich’s nicht vergeigt.

Dann - ein tiefer Seufzer entweicht,

die sechzig Prozent sind erreicht.

Die Realisation kommt hervor,

und die Erleichterung steigt empor.

Musik auf laut, der Kopf geht aus,

wir gehen jetzt noch nicht nach Haus’.

Pizza bestellt, Getränke verteilt,

glücklicherweise mal nichts, was eilt.

Medisongs am laufenden Band,

Zu denen wir tanzen Hand in Hand.

Die Unbeschwertheit kommt zum Tragen,

denn wir haben nichts zu beklagen.

Und falls die Klausur mal nicht reicht,

dann ist das erstmal gar nicht leicht.

Traurig sein ist voll ok,

aber nach ein paar Tagen kommt Plan B.

Neuer Fokus, neues Glück,

und dann kommst Du stärker zurück.

Die Klausur wird gerockt in Runde zwei,

dadurch ist diese Zeit vorbei!

Wichtig sind für mich die Kameraden,

die mit mir den Stress ausbaden.

Themen durchsprechen, Fragen klären

und sich als gute Freunde bewähren.

Gemeinsam kann man vieles schaffen,

selbst die schwierigen Themen raffen.

Gemeinsam werden Probleme kleiner,

und das Verständnis immer feiner.

Einen Block nun hinter uns gelassen,

man kann es erstmal gar nicht fassen.

Doch keine Sorge, bleib’ schön heiter,

denn es geht gleich munter weiter.

Ein neuer Themenblock steht an,

er zieht uns mit in seinen Bann.

Mit meinem Team bin ich bereit,

gegen alle Widrigkeiten gefeit!

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