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Brandenburg: Medizinische Hochschule

Sono Grundkurs in Neuruppin

Justus Kortmann

Schwarze und weiße Flecken auf dem Ultraschallbild – mehr war für für Justus lange nicht zu erkennen. Doch ein intensiver Grundkurs in Sonografie verwandelte sein Staunen in Verständnis. Endlich konnte er mit dem Schallkopf in der Hand selbst auf Spurensuche gehen.

Sonografie Apparat
© ShunTerra/stock.adobe.com - Stock photo.

„Geh doch schon mal zu der Patientin in Raum 3 und mach ein Sono.“ – Diesen Satz habe ich oft von Ärztinnen und Ärzten gehört. Nicht mir gegenüber, sondern gegenüber anderen Studis, die famuliert haben. Ich habe zu der Zeit noch meine Pflegeausbildung absolviert. Immer, wenn dieser Satz fiel, war ich ehrlicherweise froh, dass mir diese Aufgabe nicht übertragen werden konnte. Der Grund dafür: Wenn ich mir aus Interesse die Sonografie angesehen habe, erkannte ich genau zwei Dinge: schwarze und weiße Flecken.

Daher nahm ich direkt die Chance wahr, den „schwarzen und weißen Flecken“ ein wenig Kontur zu geben, als die Rund-E-Mail kam, dass der traditionelle studentische Grundkurs für Sonografie wieder angeboten wird.

Ende September – noch während der Semesterferien – fand ich mich also für drei Tage wieder in meiner kleinen Unistadt Neuruppin ein. Das Programm hörte sich knackig an. Es sollte unter anderem um die gesamten Bauchorgane, Retroperitoneum, die Schilddrüse und Notfallsonografie gehen. Angefangen hat der Kurs mit einem kleinen geschichtlichen Exkurs und physikalischen Grundlagen sowie ganz banalen Dingen, wie der Schallkopfhandhabung oder bei welcher Fragestellung und Untersuchung welcher Schallkopf ausgewählt wird.

Danach gingen wir direkt über zum „learning by doing“ und versuchten uns an der ersten praktischen Übung. Neben den Dozierenden standen die Sonotutorinnen und -tutoren der MHB an den verschiedenen Übungsplätzen uns mit Rat und Tat zur Seite. So konnte ich schon mal sicherstellen, dass ich später bei meinem ersten Sono in der Klinik einen Fauxpas vermeide und wenigstens den Schallkopf richtig herum halte – was für Ungeübte nicht selbstverständlich ist.

Im Wechsel ging es also nun vom Hörsaal in die verschiedenen Übungsräume. Zu den verschiedenen Organen gab es immer spannenden Input, sowohl zur Sono-Anatomie als auch zur Physiologie oder Pathophysiologie. Wir lernten, worauf wir beim Organschall achten müssen, wie Zysten im Ultraschall aussehen können und wie und woran man Pathologien von einer unbedenklichen Anomalie unterscheidet. An Übungsstationen lernten wir, wie wir die Milz oder Niere ausmessen oder wie wir einen Harnstau erkennen können.

Über den gesamten Kurs hinweg herrschte eine positive Atmosphäre und so konnte ich auch die eine oder andere Frage loswerden, die ich mich sehr wahrscheinlich im klinischen Alltag nicht zu stellen getraut hätte.

Aber auch der private Austausch kam nicht zu kurz, wie etwa beim Grillabend, der von den Dozierenden organisiert wurde.

Am letzten Tag erhielten wir noch erste Einblicke in die Notfallsonografie. Dabei lernten wir zum Beispiel, wie wir einen Pneumothorax erkennen können.

Fazit: Spaß beim Lernen und eine solide Grundlage für den klinischen Alltag

Der Sonografie-Grundkurs hat mir geholfen, die theoretischen Grundlagen mit praktischer Anwendung zu verknüpfen und ein erstes strukturiertes Verständnis für die Bildgebung zu entwickeln. Besonders wertvoll war die Möglichkeit, unter Anleitung selbst zu schallen und typische pathologische Befunde zu erkennen – eine Erfahrung, die mir im weiteren Studium und später im klinischen Alltag definitiv zugutekommen wird.

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Häufige Fragen und Antworten

Nein, der Kurs richtet sich explizit an Anfänger*innen. Grundlagen wie die Schallkopfhandhabung, physikalische Prinzipien und die Orientierung im Bild werden Schritt für Schritt erklärt.

Definitiv! Nach einem kurzen Theorieblock geht es direkt ins „learning by doing“. Du übst selbstständig an verschiedenen Stationen, unterstützt von Tutorinnen und Tutoren sowie Dozierenden.

Der Fokus liegt auf den Bauchorganen, dem Retroperitoneum, der Schilddrüse und der Notfallsonografie. Du lernst unter anderem, wie man Zysten erkennt, Organe ausmisst und typische Pathologien identifiziert.

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