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Medical Skills

Piercings – so heilt die Wunde schnell

Alexander Barth

Damit frische Piercings, Tunnel oder Plugs schnell verheilen können, ist Sauberkeit und gründliche Pflege das A und O. Ansonsten kann es zu bösen Wundheilungsstörungen kommen. Doch wie pflegt man den neuen Körperschmuck am besten?

Baunabel Piercing
© yurakrasil/stock.adobe.com - Stock photo. Posed by a model.

Eine Hautwunde ist immer eine wunderbare Eintrittsstelle für allerhand Bakterien, Pilze und Viren. Darum ist eine richtige Reinigung bei Wunden durch Piercings und anderen Körperschmuck sehr wichtig.

Gründlich Hände waschen bevor die Piercings berührt werden

Ungewaschene Hände gehören zu den größten Infektionsrisiken. Das gründliche Waschen der Hände ist deshalb unerlässlich, bevor man den neu erworbenen Körperschmuck anfassen darf. Hilfreich sind hierbei vor allem Desinfektionsmittel, mit denen die Hände effektiv gereinigt werden können.

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Hände weg!

Sicher verführt es leicht, das Piercing immer wieder zu berühren. Doch es ist wichtig, insbesondere in der Wundheilungsphase, keine Infektion zu riskieren. Auch für das Abtrocknen sollten keine wieder benutzbaren Stoffhandtücher verwendet werden. Am besten du verwendest fusselfreie Einweghandtücher.

Frischen Körperschmuck mit Salzwasser behandeln

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Einmal täglich sollte die Wunde mit Salzwasser gründlich gespült werden. Die durch die Wunde entstehende Kruste wird dadurch gründlich eingeweicht und kann besser abheilen. Meersalz ist in so gut wie jeder Apotheke oder Drogerie erhältlich. Empfehlenswert ist es, 10 g Salz in etwa einem Liter kochendem Wasser aufzulösen und das Wasser anschließend bis auf eine angenehm warme Temperatur abkühlen zu lassen. Danach spült man die Wunde oder betupft die Stelle mit einem getränkten Wattebausch.

Das Salzwasser sollte sich einige Minuten auf der frischen Wunde befinden. So kann es seine Wirkung besser entfalten. Während man das Wasser auf die Wunde gibt, kann sich die Wundkruste etwas ablösen. Entferne die Kruste auf keinen Fall mit den Fingern! Besser ist ein Wattestäbchen, das du vorher in Desinfektionsmittel getunkt hast.

Täglich zweimal die Wunde mit Desinfektionslösung reinigen

Um einen optimalen Heilungsprozess zu gewährleisten, solltest du Wunddesinfektionslösung verwenden. Damit kann die Wunde des Körperschmucks zweimal täglich mit frischen Wattestäbchen vorsichtig gereinigt werden. Verwende am besten eine Desinfektionslösung ohne Alkohol. Denn Alkohol lässt die Haut austrocknen und das kann zu Reizungen führen, die den Heilungsprozess erschweren. Auch Salben sind nicht zu empfehlen. Durch ihren Fettgehalt können sie die Wunde verschließen und die Heilung ebenfalls behindern.

Bei Körperschmuck auf Lippen oder Zunge solltest du dir nach jedem Essen die Zähne putzen und den Mund gründlich mit Wasser spülen. Wenn du Mundwasser verwendest, dann nur alkoholfreies. Chlorwasser, Sauna oder Bäder sind weitere Infektionsrisiken, die du während des Heilungsprozesses vermeiden solltest. Im Durchschnitt dauert es mindestens drei Wochen, bis die Wunden gesund abgeheilt sind.

Häufige Fragen und Antworten

Ein frisches Piercing sollte zweimal täglich mit einer alkoholfreien Desinfektionslösung gereinigt werden. Dabei verwendet man frische Wattestäbchen, um die Wunde vorsichtig zu säubern. Zusätzlich kann einmal täglich eine Spülung mit Salzwasser helfen, die Kruste zu lösen und die Heilung zu fördern. Wichtig: Hände vorher gründlich waschen und keine Stoffhandtücher verwenden – besser sind fusselfreie Einweghandtücher.

Während der Heilungsphase sollte man:

  • das Piercing nicht unnötig berühren,
  • kein Chlorwasser (Schwimmbad), Sauna oder Bäder nutzen,
  • keine Salben auf die Wunde geben, da sie die Heilung behindern,
  • bei Lippen- oder Zungenpiercings nach dem Essen Zähne putzen und den Mund mit alkoholfreiem Mundwasser spülen.

Die Heilung eines Piercings dauert im Durchschnitt mindestens drei Wochen, kann aber je nach Körperstelle und Pflege variieren. Eine sorgfältige Hygiene und die Vermeidung von Reizfaktoren sind entscheidend für eine schnelle und komplikationsfreie Wundheilung.

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